Die IAA Mobility startet in München

Neuer Standort, neues Konzept: Die Internationale Automobilausstellung hat sich einen Neustart verordnet.

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Auf keinen Fall wollen die Veranstalter die IAA Mobility als reine Automesse verstanden wissen. Ein gründlich verändertes Messekonzept soll dem Format IAA frischen Schwung verleihen. Ob jede der neuen Ideen Bestand haben wird, muss sich in den kommenden Tagen zeigen. Was sich schon erkennen lässt: Die Messe stellt sich in vielerlei Hinsicht breiter auf.

Denn niemals zuvor in der wahrlich langen Geschichte der Internationalen Automobilausstellung bekam der Bereich Mobilität abseits des Autos so viel Raum. Geht es nach den Veranstaltern, soll auf den zahlreichen Bühnen breit auch darüber diskutiert werden, wie eine Verkehrswende gelingen kann und welchen Raum der eigene Pkw dabei spielen wird. Dazu wird die Messe die Hallen auf dem ehemaligen Flughafengelände teilweise verlassen: Teile dessen, was auf der IAA gezeigt wird, bekommt eigene Standorte mitten in der Innenstadt.

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Zusätzlich können einige Messeattraktionen von Besuchern auch ausprobiert werden, die Palette reicht dabei von autonom fahrenden Autos bis hin zu konventionellen Modellen, die für eine Probefahrt bereitstehen. 250 neue Fahrzeuge können auf Straßen und einem Autobahnteil zwischen Stadt und Messegelände ausprobiert werden, darunter auch Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Unter den Ausstellern sind erstmals auf einer IAA rund 70 Fahrradhersteller.

Das Messekonzept ist ein Wagnis, mit dem sich längst nicht alle anfreunden wollen und werden. Klimaschützer haben Proteste angekündigt, Branchengrößen wie Stellantis und Toyota kommen erst gar nicht. Die Verteilung der Messe über die Stadt gibt dem Öffentlichen Nahverkehr die Chance, für sich zu werben. Eine Fahrkarte für den Innenstadtbereich ist im Ticket-Preis inkludiert. Die Tageskarte soll 20 Euro kosten und kann auch online vorab erworben werden.

(mfz)