Spritpreis: Scheuer fordert Eingreifen der nÀchsten Bundesregierung

Der bisherige Bundesverkehrsminister fordert von seinen Nachfolgern, bei zu hohen Spritpreisen gegenzusteuern. Der Staat dĂŒrfe nicht Hauptprofiteur sein.

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Andreas Scheuer ist seit 2018 Bundesverkehrsminister und hat unter anderem das Desaster der Pkw-Maut zu verantworten.

(Bild: Volkswagen)

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Der aktuell noch amtierende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht die kĂŒnftige Bundesregierung in der Pflicht, bei zu hohen Spritpreisen gegenzusteuern. "Rund zwei Drittel des Benzinpreises sind vom Staat mit Steuern und Abgaben beeinflusst", sagte der CSU-Politiker der Zeitung Bild (Ausgabe vom 13. Oktober 2021). "SpĂ€testens bei einem Preis von 1,99 Euro pro Liter muss der Staat deshalb eingreifen und im Gegenzug die Steuern senken." Der Staat dĂŒrfe nicht Hauptprofiteur von hohen Spritpreisen sein.

Scheuer forderte FDP-Chef Christian Lindner auf, dies in den GesprĂ€chen mit SPD und GrĂŒnen fĂŒr ein Ampel-BĂŒndnis durchzusetzen. Lindner habe im Wahlkampf ein Gegensteuern beim Benzinpreis gefordert. "Er muss genau das jetzt in einer Ampel-Koalition auch durchsetzen. Ansonsten macht er sich unglaubwĂŒrdig. Und die Ampel zeigt schon jetzt, wie egal ihr die Sorgen der BĂŒrger sind", sagte Scheuer der Zeitung. Ein solches BĂŒndnis fĂŒhrt derzeit noch SondierungsgesprĂ€che. Ob aus diesen tatsĂ€chlich Koalitionsverhandlungen werden, entscheidet sich vermutlich noch in dieser Woche.

Die freischaffende KĂŒnstlerin Rosa Treß hat 2017 den Verkehrsminister Dobrindt mit dieser BĂŒste festgehalten. Titel ihrer Arbeit: "Betonkopf des Jahres"

(Bild: obs/Beltretter)

Die CSU stellte seit 2009 viermal auf Bundesebene den Verkehrsminister: Ramsauer, Dobrindt, Schmidt und Scheuer hatten dieses Amt nacheinander inne. Die nĂ€chste Bundesregierung wird, mutmaßlich ohne Verkehrsminister der CSU, die PrioritĂ€ten in der Verkehrspolitik vermutlich anders ausrichten. Druck kommt in dieser Hinsicht unter anderem von Experten, die die bisherige Arbeit des Bundesverkehrsministeriums als "zu autolastig" kritisiert. Sie fordern eine MobilitĂ€tswende mit bekannten Zutaten: Weniger Autos, mehr Raum fĂŒr Rad- und Fußverkehr, Ausbau von Carsharing und ÖPNV. Der Benzinpreis steigt, wie von der bisherigen Bundesregierung beschlossen, mit der Erhöhung des CO2-Preises zum nĂ€chsten Jahreswechsel weiter an.

(mfz)