Elektroautos aufladen ohne eigenen Stellplatz

Die Ladeinfrastruktur fĂŒr E-Autos gerĂ€t in den StĂ€dten an Grenzen. Lösen lĂ€sst sich das nur durch die Schaffung von preisgĂŒnstigen Ladepunkten im Überfluss.

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Batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybride sind nach dem ElektromobilitĂ€tsgesetz gleichgestellt. Ob sie an der LadesĂ€ule parken, weil sie dringend Strom brauchen, oder ob hier lediglich die Gelegenheit genutzt wird, das Auto ohne ParkgebĂŒhren in einem hoch verdichteten Raum abzustellen, lĂ€sst sich nicht prĂŒfen. Die Freie und Hansestadt Hamburg unterhĂ€lt ein öffentlich zugĂ€ngliches Netz. ZusĂ€tzlich wird an zwei Standorten das sogenannte Quartiersladen ausprobiert, das ausschließlich Anwohnern vorbehalten ist.

(Bild: Christoph M. Schwarzer)

Lesezeit: 11 Min.
Von
  • Christoph M. Schwarzer
Inhaltsverzeichnis

Es war einmal eine Urban Legend: Ein Nachbar, so heißt es, hĂ€tte ein Kabel vom Balkon gelassen. Er wolle damit sein Elektroauto laden, sagte er. Weil er aber den Fußweg blockierte, musste er von seinem Vorhaben ablassen. Er blieb ohne Energie und war der lebende Beweis, dass es einfach nicht funktioniert mit den Elektroautos in der Metropole.

Diese moderne Sage hat sich wahrscheinlich nirgends wirklich abgespielt. Trotzdem zeigt sie einen elementaren Konflikt auf: In StÀdten ist die Belastung der Atemluft durch Abgase, auch aus Verbrennungsmotoren, zwar weniger schlimm als vor ein paar Jahren, doch insgesamt noch immer zu hoch. Lokal emissionsfreie Fahrzeuge bedeuten eine willkommene Verbesserung. Elektroautos aber brauchen Strom. Wer keinen eigenen Stellplatz auf einer FreiflÀche oder in der Tiefgarage hat, ist auf die öffentliche Ladeinfrastruktur angewiesen.

Wenn wiederum ein bestehender Parkplatz zu einem Ladeplatz umgewidmet wird, entstehen neue Streitigkeiten: Zuerst wird es fĂŒr die Besitzer von konventionell angetriebenen Autos nochmals enger, die um den verbliebenen Raum kĂ€mpfen mĂŒssen – und das sind im Regelfall jene Menschen, die wenig Geld verdienen. Dazu kommen spannende Konflikte, die es bislang nicht gab: Wer hat, wenn er ein Elektroauto besitzt, fĂŒr welchen Zeitraum das Recht, an einer LadesĂ€ule Strom zu ziehen?

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