Porsche aktualisiert Infotainmentsystem PCM 6.0

Porsche überarbeitet seine Unterhaltungselektronik. Davon profitieren viele Baureihen, insbesondere aber die Elektroautos.

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(Bild: Porsche)

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Das Infotainmentsystem „Porsche Communication Management“ (PCM) wird aktuell in sechster Generation eingebaut. Das jüngste Upgrade erfolgte im vergangenen Jahr, nun liefert Porsche ein paar Updates, auf Kundenanregung, wie es hieß. Mit der aktuellen Überarbeitung ist die Oberfläche von bunten Icons geprägt, was den Wiedererkennungswert erhöhen soll, argumentiert Porsche. Verbessert wurde die Sprachassistenz, auch hier dürfte die Kundschaft Treiber gewesen sein. In einer Infotainment-Umgebung mit einer weiter wachsenden Funktionalität und einer abnehmenden Zahl von direkten Bedienmöglichkeiten wird sie immer wichtiger. Mercedes hat hier vor Jahren vorgelegt, mit Googles Betriebssystem Android Automotive zeichnet sich in dieser Hinsicht ein Niveau ab, an das aktuell kaum ein Fahrzeughersteller mit einer eigenen Lösung heranreicht.

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Erstmals gibt es bei Porsche eine native Integration von Spotify. Zwar sinkt die Zahl die der aktiven Nutzer des Stramingdienstes in Deutschland, doch mit knapp 3,5 Millionen Hörern erreicht Spotify noch immer eine sehr große Hörerschaft. In Zukunft kann man in einem Porsche darauf ohne Smartphone zugreifen, das dafür nötige Datenvolumen ist bei Porsche Connect inklusive. Das Handy bleibt allerdings nicht etwa außen vor. Was bislang beispielsweise in einem VW Polo (Test) möglich war, ist nun auch bei Porsche möglich: Eine kabellose Einbindung von Android Auto.

Spotify ist nun nativ integriert.

(Bild: Porsche)

Das dürfte ebenso auf Anregung der Kunden geschehen sein wie die Überarbeitung des Routenplaners für Elektroautos. Ein veränderter Algorithmus priorisiert öffentliche Schnellladesäulen mit besonders hoher Ladeleistung. Das erscheint sinnvoll, ist der Porsche Taycan doch wie kaum ein anderes aktuelles E-Auto in der Lage, diese auch zu nutzen. Bei der Berechnung der gesamten Fahrzeit wird künftig auch jene Zeit berücksichtigt, die zum Starten und zum Beenden des Ladevorganges an der Ladesäule benötigt wird. In der näheren Umgebung zeigt das System alle verfügbaren Ladeoptionen inklusive Belegungsstatus an. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Ladesäulen nach ihrer Ladeleistung zu sortieren.

(mfz)