Bosch und IBM setzen auf Quantencomputer zur Forschung besserer Energieffizienz
Wo klassische Rechner an ihre Grenzen stoßen, wollen Bosch und IBM mit Quantencomputern gemeinsam neue Materialien für die Elektromobilität finden.
Symbol fĂĽr einen Ladeplatz in Paris.
(Bild: heise online / anw)
Bosch und IBM wollen gemeinsam im Bereich der Materialwissenschaften forschen und dabei auf Quantencomputer setzen, verkiündeten die beiden Unternehmen. Neue Entdeckungen erhoffen sich die beiden beteiligten Firmen hauptsächlich im Bereich der Brennstoffzellen, der elektrischen Antriebe und fortgeschrittener Sensormaterialien.
Die Partnerschaft bezeichnet die Mitteilung von Bosch und IBM als "strategisches Quantum Computing Engagement". Dabei entfällt der Großteil der Forschungstätigkeit offenbar auf Bosch: Das Stuttgarter Unternehmen erhalte Zugang zu IBMs Quantenrechnern und dem Cloud-Quanten-SDK „Qiskit Runtime as a service“. IBM bringe dabei vor allem seine "Expertise in der Entwicklung von Quantenalgorithmen" ein, Bosch hingegen das Wissen im Bereich der Materialforschung.
E-Mobilität: Quantenrechner bringen genauere Berechnungen
Konkret soll es um den Anwendungsbereich Elektromobilität gehen. Dort, so meinen zumindest die beiden Partner, brächten "Quantenrechner bald einen entscheidenden Vorteil gegenüber konventionellen Rechnern". Schließlich brauche man neue Materialien, um den wachsenden Ansprüchen an die Energieeffizienz gerecht werden zu können.
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Bei der Entwicklung solcher Stoffe seien Quantenrechner klassischen Rechnern überlegen, die die erforderlichen "Materialeigenschaften nicht mit ausreichender Genauigkeit berechnen" könnten, wie Bosch festgestellt habe. Erste Ergebnisse der Kooperation seien indes vielversprechend. Man hoffe nicht nur die Entwicklungszeit, sondern auch die Kosten deutlich minimieren zu können.
Parallel tritt Bosch auch IBMs Quantum Network bei. Es vereinigt rund 200 Firmen, Forschungs-, sowie Bildungseinrichtungen, die mit Unterstützung durch Quantencomputer an industriellen Anwendungsfällen forschen, unter anderem in den Bereichen Finanzen, Chemie und KI.
(jvo)