Take-Two Interactive bleibt in den roten Zahlen
Der Spiele-Publisher musste im dritten Quartal seines Geschäftsjahres nach einem Umsatzeinbruch einen Verlust von 55 Millionen US-Dollar verkraften.
Ohne einen neuen Hit aus der "Grand Theft Auto"-Reihe (GTA) schwächelt der Spielekonzern Take-Two Interactive weiter. Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres schrieb der Publisher zum dritten Mal in Folge rote Zahlen und blickt angesichts der schwindenden Nachfrage in eine auch nicht gerade rosige Zukunft. Gleichzeitig belasten Millionenzahlungen für die außergerichtliche Beilegung einer Massenklage wegen versteckter Sexszenen in "GTA San Andreas" sowie einer Untersuchung des hauseigenen Aktienoptionsprogramms ebenso die Bilanz wie Anwaltskosten für die Abwehr des Übernahmeversuchs durch Konkurrent Electronic Arts.
Im Ende Juli abgeschlossenen dritten Quartal verzeichnete Take-Two einen Verlust von 55,5 Millionen US-Dollar (38,8 Millionen Euro) oder 0,72 US-Dollar pro Aktie, nachdem das Unternehmen im Vorjahr noch 51,8 Millionen US-Dollar verdient hatte. Der Umsatz stürzte von 434 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal um 68 Prozent auf 138,6 Millionen ab, teilte das Unternehmen am Dienstag in New York mit. Im Schlussquartal mit dem lukrativen Weihnachtsgeschäft erwartet der Publisher zwar wieder schwarze Zahlen, für das Gesamtjahr rechnet Take Two allerdings mit einem Verlust von bis zu 0,87 US-Dollar pro Aktie. (vbr)