Alfa bringt eine neue Giulietta
Alfa Romeo belebt eine Tradition neu: Nach 33 Jahren wird es wieder ein Auto namens Giulietta geben. Jetzt hat Alfa Romeo die auch Preise bekannt gegeben
- rhi
Turin (Italien), 8. März 2010 – Zunächst war der Nachfolger des Alfa 147 als "Milano" im Gespräch, doch nun dürfen sich Traditionalisten freuen: "Giulietta" soll er, pardon "sie", heißen, Fans muss man diesen Namen nicht näher erklären. Natürlich ist die Verwendung legendärer Typbezeichnungen immer ein gewisses Risiko, mit dem sich nicht jeder Hersteller einen Gefallen tut. Doch Alfa Romeo kann diesmal zumindest für sich beanspruchen, nicht irgendein Wald- und Wiesenauto so zu bezeichnen, denn die Giulietta ist kaum einer Verwechslungsgefahr ausgesetzt.
Gewachsene Größe
Optisch führt die fünftürige Giulietta das Design weiter, welches man bereits vom 8C Competizione und dem MiTo kennt. Besonders von vorne ist die Ähnlichkeit zum MiTo unverkennbar, allerdings haben die Scheinwerfer der Giulietta LED-Tagfahrlicht und wirken auch nicht ganz so niedlich-verknautscht wie beim Baby-Alfa. Auch bei den horizontalen Rückleuchten kommt LED-Technik zum Einsatz. Ein charakteristisches Merkmal der sportlichen Seitenlinie sind die versteckten hinteren Türgriffe, die Alfa-Fans noch vom 156 und dem fünftürigen 147 kennen und die (welch eine Schmach) auch der Seat León bekommen hat – Walter de Silva sei Dank. Insgesamt ist die Statur der Giulietta im Verhältnis zum 147 gewachsen: Mit 4,35 Meter ist sie 13 Zentimeter länger, die Breite steigt von 1,73 Meter auf jetzt 1,80 Meter. Die Höhe beträgt 1,46 Meter, ein Radstand von 2,63 Meter verspricht ausreichend Platz. In den Kofferraum passen 350 Liter Gepäck, 58 Liter mehr als bislang.
Agiler Kompakter
Serienmäßig an Bord ist das vom MiTo bekannte DNA-System. Per Knopfdruck kann der Fahrer zwischen drei Fahrdynamik-Modi wählen: Dynamic, Normal und All Weather. Je nach Programm ändern sich die Parameter der Motor- und Getriebesteuerung, der Lenkung und des serienmäßigen elektronischen Differentials namens Q2. Auch das ESP (bei Alfa VDC genannt) ändert die Art des Eingriffs. Überhaupt will Alfa etwa bei Karosseriesteifigkeit oder Feder-Dämpfer-Abstimmung Besonderes geleistet haben, damit "das Fahrzeug auch bei extremen Fahrmanövern stets im Gleichgewicht bleibt".