GM prüft neue Offerten für Saab

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Von
  • ssu

Das Aus für die schwedische Kultmarke Saab ist doch nicht nicht endgültig besiegelt. "Wir haben eine Reihe von Angeboten bekommen, die wir jetzt prüfen", sagte ein Sprecher der Saab-Mutter General Motors (GM) am 21. Dezember in Rüsselsheim. Wie lange dies dauern werde, sei aber noch unklar.

Am vergangenen Freitag hatte GM angekündigt, die Geschäftstätigkeit der schwedischen Kultmarke einzustellen . Den 3400 Mitarbeitern solle von Januar an gekündigt werden, weil die Verhandlungen mit dem letzten Interessenten, dem niederländischen Sportwagenbauer Spyker Cars, gescheitert seien. Am Wochenende legten die Niederländer jedoch überraschend ein neues Übernahmeabgebot vor, auch andere Angebote gingen bei GM ein.

Spyker-Chef Victor Muller hatte am Sonntag seine Bereitschaft betont, "alle Hindernisse für eine rasche Übernahme aus dem Weg zu räumen". Angaben zur Höhe der neuen Offerte machte er nicht. Muller erklärte aber, dass Saab "vollständige finanzielle Unterstützung bekommen würde, um als weltweite Marke konkurrenzfähig zu sein". Allerdings gelte das Angebot nur bis einschließlich 21. Dezember.

Dem Vernehmen nach fühlt sich das GM-Management von der Frist nicht unter Zeitdruck gesetzt. Von wem die übrigen Angebote stammen und wie viele es sind, wollte GM heute nicht sagen. In Detroit hieß es lediglich, jedes Angebot werde geprüft. Erst danach werde GM weitere Kommentare zu den Offerten abgeben.

Schon am Freitag hatte ein GM-Sprecher erklärt, man sei "weiter offen für Angebote". Denkbar sei der Verkauf von Fertigungsanlagen oder etwa der Markenrechte. Aktiv werde GM aber nicht mehr nach Interessenten suchen sondern mit der Abwicklung der schwedischen Tochter beginnen. (dpa) / (ssu)