Cadillac XTS Platinum Concept: Großer Plug-in-Hybrid

Auf der Auto Show in Detroit stellt Cadillac vom 11. bis zum 24. Januar die Studie XTS Platinum Concept vor. Mit neuen Proportionen und Hybridantrieb soll die Luxuslimousine fit für die Zukunft werden

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Von
  • Henry Dinger
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Detroit (Michigan/USA), 13. Januar 2010 – Auf der NAIAS führt die GM-Edelmarke Cadillac seine Vison von der Luxuslimousine von morgen in Gestalt des XTS Platinum Concept vor. Außen fallen die geänderten Proportionen auf: Das geschwungene Profil läuft in einem kurzen, hoch liegenden Heck aus, was den Luftwiderstand reduzieren soll. Der Kofferraumdeckel ist mit einem Heckspoiler und einer zentralen Bremsleuchte versehen. Eine nach vorn abfallende Gürtellinie drückt Dynamik aus, die ausladenden Kotflügel schmiegen sich eng um die 20-Zoll-Räder. Zu den Gestaltungselementen zählen Rückleuchten mit integrierten Lichtleitern. Die vertikalen Scheinwerfer arbeiten mit LED-Technologie und bieten ein adaptives Kurvenlichtsystem.

Als Antrieb dient dem XTS Platinum Concept ein Plug-in-Hybridsystem (PHEV): Ein 3,6 Liter großer V6-Benzin-Direkteinspritzer wird mit einem Elektromotor kombiniert. Dank Plug-in-Funktion kann die Batterie an normalen Steckdose nachgeladen werden, wodurch laut Hersteller insbesondere im Stadtverkehr relativ große rein elektrische Reichweiten möglich werden, was zu einem entsprechend niedrigen Spritverbrauch führt. Bei höheren Geschwindigkeiten oder bei starker Beschleunigung wird das Fahrzeug durch eine Kombination aus Benzin- und beziehungsweise nur vom Benzinmotor angetrieben. Das System erreicht laut Cadillac eine Leistung von circa 350 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm.

Cadillac XTS Platinum Concept: Großer Plug-in-Hybrid (16 Bilder)

Detroit: Cadillac zeigt die Studie XTS Platinum Concept.

Dank der magnetischen Dämpfungsregelung (MRC) soll der Luxus-Wagen eine gute Straßenlage bieten, ohne auf Komfort zu verzichten. Eine magnetorheologische Flüssigkeit in den Dämpfern verändert durch Anlegen eines Magnetfeldes ihr Durchflussverhalten – von Audi ist das Prinzip als "magnetic ride" bekannt. Elektronische Sensoren an allen vier Rädern überwachen permanent den Straßenzustand und passen die Dämpfung sofort an die Gegebenheiten an. Ein speziell kalibriertes Allradsystem kümmert sich um eine gute Traktion. Vervollständigt wird das Antriebssystem durch Scheibenbremsen mit Vier-Kanal-ABS, dem Stabilitätskontrollsystem StabiliTrak und einer Traktionskontrolle.

Im Innenraum will die Studie durch feine Handwerkskunst mit edlen Materialien begeistern. Das Interieur soll an die Natur erinnern, insbesondere durch komplexe Blütenblattmuster, aus denen sich die Form einer Orchidee ergibt. Eine helle Cremefarbe kontrastiert mit dunkleren Elementen am Lenkrad und einer Kopfkonsole an der Innenraumdecke. Die Konsole ist aus Holz gefertigt und mit Leuchtelementen versehen.

Die Ledersitze sind aus einer neuen Wildlederart mit Lasergravur gearbeitet. Detailnähte durchziehen den gesamten Innenraum, darunter die Sitze, das Armaturenbrett und die Türverkleidungen. Die Fond-Fahrgäste können eine Reihe von Infotainment-Optionen nutzen.

In der Limousine finden moderne Technologien wie OLED-Displays (Anzeigen mit organischen Leuchtdioden) anstelle der herkömmlichen Anzeigen Einzug. Ziel ist es zudem, die intuitiv bedienbaren Elektroniksysteme wie zum Beispiel Touchscreens weiterzuentwickeln. Die Designer haben die Displaybildschirme in das Armaturenbrett eingearbeitet. Sie bezeichnen es als "Dead-Front-Design" (Verblendungsdesign), weil die Anzeigen erst beim Anlassen des Fahrzeugs sichtbar werden. (imp)