Mercedes G 55 AMG von Väth

Die G-Klasse erfreut sich auch nach über 30 Jahren großer Beliebtheit bei den Tunern. Jetzt hat sich Mercedes-Spezialist Väth das Topmodell G 55 AMG vorgeknöpft und entlockt ihm 173 zusätzliche PS

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Von
  • Matthias Nauman

Hösbach, 7. April 2010 – Bereits 31 Jahre hat die Mercedes G-Klasse auf dem Buckel. Dennoch ist der robuste Geländewagen immer noch sehr beliebt. Dass er auch bei Tunern hoch im Kurs steht, muss wohl daran liegen, dass die Formel Geländewagen + viel Kraft eine ganz besondere Anziehungskraft hat. Jetzt hat sich die unterfränkische Mercedes-Spezialist Väth das Topmodell G 55 AMG vorgeknöpft und entlockt ihm zusätzliche 173 PS.

Die Leistungssteigerung verdankt der Geländewagen unter anderem einem Fächerkrümmer, einer spezielle Abgasanlage und neuen Kühlanlagen sowie einer speziellen Kraftstoff-Kühlung. Letzterer spricht Väth einige Vorteile zu: So soll zum Beispiel die höhere Dichte des Kraftstoffs einen höheren Wirkungsgrad bewirken, eine niedrigere Einspritztemperatur soll für eine geringerer thermische Belastung sorgen und sogar das Abgasverhalten soll sich verbessern – manches davon kann man sich vorstellen. Als Ergebnis stehen 680 PS und 840 Nm bereit. Zum Vergleich: Der 5,4-Liter-V8 muss sich im Serienmodell mit 507 PS und 700 Nm begnügen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h bewegt sich der getunte G 55 AMG zudem bereits auf Sportwagen-Niveau.

Mercedes G 55 AMG von Väth (4 Bilder)

Kerniger Kraftprotz mit 680 PS: der von Väth getunte Mercedes G 55 AMG

Auch optisch tritt die veredelte G-Klasse deutlich verändert auf. Zur modifizierten Frontpartie gehören unter anderem eine Schürze und eine Motorhaube mit besonders großen Lufteinlässen. Hinzu kommen unterhalb der Scheinwerfer platzierte LED-Tagfahrleuchten sowie Xenon-Einheiten in den Nebelscheinwerfern. Das Heck wird unter anderem durch einen neuen Stoßfänger noch bulliger. Dazu kommen abgedunkelte Rückleuchten und eine neue Abdeckung für das Reserverad. Die Doppelendrohre der Sportauspuffanlage lugen seitlich auf Höhe der Fondtüren heraus. Eine Komplett-Fahrzeugfolierung "Race Edition" unterstreicht den sportlichen Auftritt des Fahrzeugs.

Für eine verbesserte Straßenlage sollen Tieferlegungsfedern sorgen. Sie legen das vormals geländetaugliche Fahrzeug rund 35 Millimeter tiefer. 22-Zoll-Aluräder mit 295er-Pneus runden das Erscheinungsbild des G 55 AMG ab. Für die Verzögerung des Offroaders ist eine Hochleistungsbremsanlage mit 390-Millimeter-Bremsscheiben zuständig. Auch der Innenraum präsentiert sich aufgewertet: So gibt es Karbon-Applikationen und einen bei 330 km/h endenen Tachometer. Hinzu kommen eine Lederausstattung, ein mit Alcantara bezogenes Sportlenkrad sowie eine Multimedia-Anlage. (imp)