Eindrücke im Honda Jazz 1.2 Trend

Bereits im Jahr 2002 überzeugte der Honda Jazz mit einem durchdachten Raumkonzept. Setzt das 2008 eingeführte Modell diese Tradition fort? Wir haben die Basisvariante mit 90 PS gefahren

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Von
  • rhi
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Haar, 9. April 2010 – Es gibt eine durchaus brauchbare Faustregel, nach der für 10 kg Fahrzeuggewicht 1 PS zur Verfügung stehen sollte, um das Gefühl ausreichender Leistung zu haben. Als Kleinwagen noch unter 800 Kilo wogen, kam man mit einem 75-PS-Motor deshalb gut klar. Wenn nun ein Auto wie unserer Honda Jazz über 1100 kg wiegt, wirken 90 PS ziemlich bescheiden. Doch der Leistung wegen ist der beliebte Japaner noch nie gekauft worden. Viele, die den Vorgänger fuhren, sind nun auf den aktuellen Jazz umgestiegen, wollen von anderen "Kleinwagen" nichts wissen.

In welches Segment gehört der Jazz überhaupt? Zwar passt er mit seiner Länge von 3,90 Meter genau in die Kategorie heutiger Kleinwagen, doch sobald man im Innenraum Platz genommen hat, stellt sich ein luftiges Raumgefühl ein, besser als in manch einem Kompakten. Dafür sorgen auch das kleine Fenster zwischen A-Säule und Tür sowie die große Frontscheibe in Verbindung mit viel Kopffreiheit. Sehr gut gelungen sind die großen Außenspiegel ohne Design-Spielereien. Das Cockpit ist klar gezeichnet, die wichtigsten Schalter sind griffgünstig angebracht und ausreichend groß. Bereits bei der Ausstattungsvariante "Trend" sind Multifunktionslenkrad und CD-Radio mit großen Knöpfen serienmäßig. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Die Beinauflage der Sitze fällt zu kurz aus. Zudem steht das Lenkrad selbst in der höchsten Position zu niedrig und die Sicht nach hinten ist mäßig.

Eindrücke im Honda Jazz 1.2 Trend (25 Bilder)

Hondas Kleinster: der Jazz mit 90 Basis-PS

Ein Highlight im Jazz ist weiterhin die variable Rückbank: Die Sitzfläche kann separat im Ganzen hochgeklappt werden, wodurch auf dem tiefen Boden Einkaufskörbe bequem abgestellt werden können – selbst größere Zimmerpflanzen lassen sich so transportieren, was nicht allzu häufig vorkommt, aber den Nutzen schön illustriert. Freude kommt auch beim Umklappen der geteilten hinteren Sitze auf. Es genügt der Zug an einem Hebel, damit sich wie von Geisterhand eine topfebene Fläche ergibt. Wird die gesamte hintere Sitzfläche im Boden versenkt, passen bei dachhoher Beladung bis zu 1365 Liter Gepäck in den Jazz. Zum Vergleich: In einem deutlich größeren VW Golf können nur 1305 Liter verstaut werden.