Audi A1: Produktionsbeginn in Brüssel
Rund 300 Millionen Euro hat Audi in die Brüsseler Fabrik gesteckt, in der früher Käfer und Golf vom Band liefen. 450 Roboter und rund 2200 Arbeiter sollen in der belgischen Hauptstadt bis zu 500 Audi A1 am Tag fertigen
- ssu
Brüssel (Belgien), 10. Mai 2010 – Audi hat am heutigen Dienstag im Werk im Brüsseler Stadtteil Forest offiziell die Produktion seines Kleinwagens A1 aufgenommen. Dieses Modell ist das kleinste in der Palette der Ingolstädter Autobauer und wird ausschließlich an diesem Standort gefertigt. Mit dem neuen Modell will die Volkswagen-Tochter vor allem dem Mini aus dem BMW-Konzern Konkurrenz machen.
300 Millionen Euro investiert
Die Ingolstädter setzen große Hoffnungen in das neue Modell. Bislang hätten sich bereits mehr als 100.000 Interessenten über das Internet für den A1 gemeldet, der von August an ausgeliefert wird. Seit 2007 hat Audi nach eigenen Angaben knapp 300 Millionen Euro in das Brüsseler Werk investiert, in dem früher VW-Beststeller wie Käfer oder Golf gefertigt wurden. VW-Chef Martin Winterkorn erklärte, diese Investition helfe auch den deutschen Werken, weil viele Zulieferungen aus Deutschland kämen. Derzeit arbeiten rund 2200 Menschen bei Audi Belgien. Für das Brüsseler Werk sucht der Autobauer noch knapp 500 Mitarbeiter, zum Teil auf Zeit. Von 2012 an sollen dort jährlich 100.000 A1 vom Band laufen. Belgiens Premier Leterme nannte die Entscheidung von Audi einen „echten Sonnenschein im derzeit grauen Industriehimmel“. Die Autobranche in Belgien kriselt seit längerem. Opel hatte im April angekündigt, sein Werk in Antwerpen mit 2500 Mitarbeitern endgültig aufzugeben.
Audi A1: Produktionsbeginn in Brüssel (8 Bilder)

450 neue Roboter ...
Sozialpartnerschaft
Um den Standort in Brüssel zu sichern, hatten die Audi-Mitarbeiter eine Arbeitszeitverlängerung auf 38 Wochenstunden und die Einführung von Zeitkonten akzeptiert. Im Gegenzug hat Audi die Arbeitsplätze für die nächsten sechs Jahre garantiert. „Dies ist einmalig für Belgien“, sagte der Brüsseler Audi-Chef Werner Widuckel.