VW Up: Proberunden im neuen Kleinstwagen

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Der Spritverbrauch liegt mit 4,7 Liter je 100 Kilometer gut, ist aber nicht Spitze. Der Fiat 500 TwinAir braucht nur 4,1 Liter – bei immerhin 86 PS. Sparsam ist der neue VW aber durchaus, vor allem in der Version mit BlueMotion Technology, bei der unter anderem eine Start-Stopp-Automatik den Normverbrauch auf 4,3 Liter drĂŒckt (Werksangaben). Wer Wert auf möglichst geringere Spritkosten und CO2-Emissionen legt, muss bei VW bis Anfang 2012 warten. Dann kommt eine Erdgasversion, die nur 79 Gramm CO2 je Kilometer emittiert – Rekord fĂŒr ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. „Lokal emissionsfrei“ kommt gar der elektrische Up Blue-e-Motion voran, der 2013 starten soll.

Aber nicht nur der Motor gefĂ€llt, auch das Fahrwerk hat VW gut hinbekommen. NatĂŒrlich sind Autobahn-Vielfahrer mit dem kleinen Up schlecht bedient, natĂŒrlich wankt das kleine Ding in schnell gefahrenen Kurven. Aber fĂŒr ein so kleines Fahrzeug ist der Fahrkomfort insgesamt erstaunlich. Außerdem sind ESP und vier Airbags Serie. DarĂŒber hinaus ist der Up neben den demnĂ€chst startenden Konzernverwandten Skoda Citigo und Seat Mii der einzige Kleinstwagen mit Notbremssystem am Markt. Dieses arbeitet bei Geschwindigkeiten zwischen 5 km/h und 30 km/h und soll Kollisionen mit frontalen Hindernissen verhindern können. Das System ist nur im Paket mit Tempomat und Parkpiepsern hinten fĂŒr 590 Euro zu haben – allerdings nicht fĂŒr die Basisversion.

Das GerĂ€t stammt wie die von Volvo und Ford angebotenen Lösungen vom Zulieferer Continental. Die Sensorik basiert auf einem Laser, der im Innenspiegel-Fuß installiert ist. Dieser leuchtet einen Bereich von bis zehn Metern vor dem Auto aus und errechnet die Distanz. Unterschreitet sie einen kritischen Wert, wird zunĂ€chst das Bremssystem vorkonditioniert, dann der hydraulische Bremsassistent scharf geschaltet und bei Bedarf eine Notbremsung durchgefĂŒhrt – wenn‘s sein muss, auch eine Vollbremsung bis zum Stand. Soweit zur Theorie. Wir erprobten das System an einem aufblasbaren Hindernis. Ergebnis: WĂ€hrend bei Dutzenden anderer Testwagen funktionierte, klappte ausgerechnet bei unserem Fahrzeug nicht richtig. Zwar wurden wir gebremst, aber bei allen fĂŒnf DurchlĂ€ufen prallten wir auf das Hindernis auf – auch ein VW-Experte machte es nicht besser. ErklĂ€rung des Herstellers: Offenbar war bei unserem Vorserienfahrzeug etwas Luft im Bremssystem.