Elektroauto BMW iX: Finale Details zum voluminösen E-SUV

Das vorerst grĂ¶ĂŸte E-SUV von BMW bekommt reichlich Leistung und BatteriekapazitĂ€t mit auf den Weg. Doch der BMW iX wird auch kein Leichtgewicht.

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BMW iX

(Bild: BMW)

Lesezeit: 4 Min.
Von
  • Christian Lorenz
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Gleichzeitig mit der Premiere des i4 lĂŒftet BMW die letzten Geheimnisse seines Maxi-SUV iX dessen Grundleergewicht zwischen 2440 und 2585 kg pendelt. Damit ist der BMW-typisch mit Dynamikanspruch auftretende BoulevardgelĂ€ndewagen schwerer als mancher Kleinlastwagen. Der Fairness halber darf aber nicht unerwĂ€hnt bleiben, dass ein in den Fahrleistungen kaum besserer Audi e-tron S noch einmal um 155 kg schwerer ist als der vorlĂ€ufige krĂ€ftigste iX xDrive50.

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TatsĂ€chlich hat BMW mit Aluminium-Spaceframe-Karosserie und carbonfaserverstĂ€rktem Kunststoff im Dach-, Seiten- und Heckbereich aufwĂ€ndig Gewichtsminimierung betrieben, der Ausdruck Leichtbau verbietet sich freilich in diesem Zusammenhang. Der BMW iX debĂŒtiert in zwei Versionen. Als iX xDrive40 hat er 240 kW Leistung, eine Brutto-BatteriekapazitĂ€t von 76,6 kWh (netto: 71,0 kWh) und eine WLTP-Reichweite von 372 bis 425 km. Der iX xDrive50 bietet 385 kW Leistung, eine Brutto-BatteriekapazitĂ€t von 111,5 kWh (netto: 105,2 kWh und eine WLTP-Reichweite 549 bis 630 km.

Die angesichts des Gewichts und der Fahrleistungen relativ niedrigen WLTP-StromverbrĂ€uche von 19,4 bis 22,5 kWh/100 km (xDrive40) bzw. 19,8 bis 23 kWh (xDrive50, jeweils Werksangaben) liegen auch am erstaunlich niedrigen Luftwiderstand des iX. Mit einem cW-Wert von 0,25 ist der massige iX fĂŒr den Wind weit weniger unverdaulich als fĂŒr manchen Betrachter. Selbst der im Vergleich geradezu filigrane BMW i4 kann den Wind mit einem cW-Wert von 0,24 kaum geschmeidiger durchgleiten.

Mit aktornaher Radschlupfbegrenzung, elektrischem x-Drive-Allradantrieb durch je einen Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse sowie optionaler Integral-Aktivlenkung mit mitlenkenden HinterrĂ€dern musste BMW schon tief in die Trickkiste greifen, um den traditionellen Anspruch der Marke auf eine ĂŒberdurchschnittliche AgilitĂ€t auch mit diesem Gewicht zu realisieren. Seit dem ersten X5 (E53) von 1999 suggeriert BMW mit der Worteigenschöpfung „Sports Activity Vehicle“ besonders dynamische SUV zu bauen.

Die Ladetechnologie verzichtet auf ein 800-Volt-Bordnetz. Anders als im deutlich gĂŒnstigeren i4, der grundsĂ€tzlich bis zu 200 kW Ladeleistung (DC) vertrĂ€gt, ist diese Ladeleistung hier nur beim stĂ€rkeren xDrive50 möglich. Das Einstiegsmodell xDrive40 kann nur mit maximal 150 kW beladen werden. Die beiden iX lassen sich so in 31 (xDrive40) bzw. 35 min. von 10 auf 80 Prozent aufladen.

BMW iX (19 Bilder)

Der iX ist nur etwa vier Zentimeter lÀnger und höher als ein X5, aber nicht nur optisch von höherem Gewicht.

(Bild: alle BMW )

Bis zu einem Restspeichergehalt des Akkus von 10 Prozent lĂ€sst sich so laut BMW-Angaben in 10 min. eine Reichweite von ĂŒber 95 km (xDrive40) bzw. bis zu 150 km nachladen. Die Ladezeit von null bis 100 Prozent an der heimischen Wallbox mit 11 kW starkem Wechselstrom betrĂ€gt acht bzw. elf Stunden.

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Das große geschwungene „Curved Display“ mit neuester i-Drive-Bedienung, BMW Operating System 8 und umstrittener Ausweitung der Touchscreen-Bedienung ist identisch mit dem im i4 vorgestellten System. Die in vielerlei Hinsicht herausragende Erscheinung des iX im Portfolio versucht BMW im Interieur mit besonders teuer wirkenden Materialien, wie Kristallglas am i-Dreh-DrĂŒcksteller zu unterstreichen.

Der iX wird als erstes X-Modell in Dingolfing endmontiert werden und BMW betont, auf Nachhaltigkeit der Produktion zu achten. Die Preise beginnen bei 77.300 Euro fĂŒr den xDrive40 und enden nur vorerst bei 98.000 Euro fĂŒr den xDrive50, ein iX M60 mit ĂŒber 440 kW ist bereits angekĂŒndigt. Die beiden anfĂ€nglich verfĂŒgbaren Versionen werden ab November 2021 ausgeliefert.