Ausfahrt im Mercedes SLS AMG Roadster

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Das Lenkverhalten des Wagens zeigt sich perfekt austariert, der Motor hängt gierig am Gas, das neue Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse sitzt, könnte allerdings noch einen Tick schneller schalten. Wir stellen die variable, elektronisch geregelte Dämpfung des AMG-Ride-Control-Fahrwerks auf „Sport“ und sind zunächst enttäuscht: So richtig hart wird die Sache nicht, der Wagen bleibt komfortabel. Die Stoßdämpfer reagieren erst abhängig von der Fahrsituation straffer, Wank- und Nickbewegungen bleiben dennoch nahezu vollständig aus. Der zusätzliche Modus „Sport plus“ bietet Regelalgorithmen für eine sportliche Fahrweise „auf Strecken mit ebenem Fahrbahnbelag“ – also für die Rundstrecke. Mit Hilfe des AMG-Tasters kann der Fahrer sein persönliches Setup speichern und wieder abrufen.

Während der geschlossene SLS nicht unter 186.830 Euro beim Mercedes-Händler weggeht, fährt die neue Variante für mindestens 195.160 Euro vom Hof, also gegen einen Frischluftaufschlag von 8330 Euro. Das ist ohne jede Frage eine Menge Geld. Entsprechend gut ist der Mercedes ausgestattet: Zum Serienumfang gehören schwarzes Designo-Leder, beheizte Sportsitze, ein aufsteckbares Windschott, Comand APS mit DVD-Laufwerk, Klimaautomatik, Doppelkupplungsgetriebe und vieles mehr. Dennoch wird wohl kaum ein SLS Roadster unter 200.000 Euro kosten, denn die Aufpreisliste enthält noch zahlreiche Dinge, die man nicht braucht, aber gern hätte.