Ausflug im Audi RS 4 Avant

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Deutlich homogener beschleunigt der RS 4 Avant im Dynamic-Modus. Hier wechselt das Getriebe vom D- in den S-Modus und dreht die Gänge bis ans Limit von fast 8500 Umdrehungen aus. Parallel dazu verhärtet die elektromechanische Lenkung spürbar, schon auf kleinste Lenkbewegungen sind Reaktionen feststellbar. Zu guter Letzt arbeiten die Stoßdämpfer in der höchsten Zugstufe, um das Ausfedern des Hecks zu minimieren. Damit liegt der RS 4 Avant zwar wie ein Brett auf der Straße, bietet aber auch nur den Abrollkomfort eines Vollgummireifens. Als guter Kompromiss aus Komfort und Sport bietet sich der Auto-Modus an, der versucht, sich dem Verhalten des Fahrers anzupassen.

Seine wahren Stärken spielt der Dynamic-Modus des Audi RS 4 Avant bei einigen Runden auf dem Red-Bull-Ring im österreichischen Spielberg aus. In der hier gefahrenen Variante gesellt sich ein aufpreispflichtiges Sportdifferenzial zum serienmäßigen Allradantrieb samt Kronenrad-Mittendifferenzial und radselektiver Momentensteuerung. In der Grundverteilung gehen 60 Prozent der Leistung an die Hinter- und 40 Prozent an die Vorderachse. Je nach Traktion können bis zu 85 Prozent ans Heck geliefert werden. Die Besonderheit des Sportdifferenzials: Es teilt die entstehenden Momente aktiv zwischen den Hinterrädern auf. Soweit die graue Theorie, doch was bedeutet das auf der Piste? Weil der Asphalt von einsetzendem Regen immer feuchter wird, bleibt das ESP aktiviert, man könnte es bei Bedarf aber auch teilweise oder komplett ausschalten. Der elektronische Wächter hält sich angenehm lange zurück, sein Eingriff ist aber auch fast nicht nötig, so sicher liegt der gegenüber dem normalen A4 Avant um 20 Millimeter tiefer gelegte RS 4 Avant auf der Strecke. Die mehr als 6000 Euro teuren Kohlefaser-Keramikbrensen sorgen bei Bedarf für brachiale Verzögerung.