Cadillac SRX: Kantiges SUV im Fahrbericht

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Für den SRX wird lediglich ein V6-Benziner mit drei Litern Hubraum und 268 PS angeboten. Gekoppelt ist die Maschine an ein Sechsgang-Automatikgetriebe und einen Allradantrieb. Prinzipiell läuft der V6 kultiviert, aber Motor und Getriebe harmonieren nicht so recht. Untenherum wirkt der gut zwei Tonnen schwere SRX träge. Sobald mehr Leistung angefordert wird, schießt die Drehzahl, begleitet von einem kernigen Sound, durch einen Gangwechsel in die Höhe. Kurz vor dem roten Bereich schaltet die Automatik zwei Gänge hoch und es herrscht wieder vergleichsweise Ruhe. Erst bei 5100 Touren wird das maximale Drehmoment von 302 Nm erlegt. Auch seine maximale Leistung erreicht der Motor erst bei 6950 U/min. Wer es also eilig hat, muss die Maschine ordentlich drehen lassen. Mit entsprechenden Folgen bei Verbrauch und Geräusch. Wie es besser geht, zeigt der größere 3,6-Liter-Motor mit 311 PS in der Limousine CTS: Hier stehen bereits bei 3400 Umdrehungen 374 Nm zur Verfügung, die Kraftentfaltung verläuft deutlich komfortabler.

Zu bemängeln ist auch der zu ungenaue Druckpunkt des Bremspedals. Dafür überzeugt das ausgewogene Fahrwerk. In der von uns gefahrenen SRX-Topversion „Sport Luxury“ weist es eine „kontinuierlich variable Dämpfung“ (O-Ton Cadillac) auf. Es bietet einen guten Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit, allerdings ist das Abrollverhalten eine Spur zu straff. Dennoch gefällt die europäische Abstimmung mit neutral ausgelegter Lenkung und geringer Wankneigung des Aufbaus.