Carlsson macht dem Mercedes SL 63 AMG Beine

Als Fahrer eines Mercedes SL 63 AMG hat man es nicht leicht. Immerhin steht der 145.240 Euro teure Sportwagen in der SL-Hackordnung nicht an erster Stelle. Tuner Carlsson versucht das jetzt ein Stück weit zu ändern

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  • sg
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Merzig, 23. Januar 2009 – Es ist schon ein Jammer: Als Besitzer eines Mercedes SL 63 AMG hat man mindestens 145.240 Euro für ein neues Exemplar hingeblättert, doch einem SL 65 AMG mit 612 PS fährt man hoffnungslos hinterher. Mercedes-Veredler Carlsson aus dem Saarland hält nun Trost bereit für SL-63-Fahrer und tunt den zweitstärksten Mercedes-Roadster auf das Niveau seines großen Bruders – zumindest beinahe.

Das Ergebnis nennt sich SL CK63 RS, satte 75 Extra-PS haucht der Merziger Tuner dem 6,2-Liter-Aggregat ein und bringt es so auf glatte 600 Pferdestärken. Das langt, um den Standardsprint auf Tempo 100 in gerade mal 4,1 Sekunden zu erledigen. Zum Vergleich: Die Serie lässt sich in dieser Disziplin 0,5 Sekunden mehr Zeit. Zusätzlich verschiebt Carlsson natürlich die werksseitige Abregelung der Höchstgeschwindigkeit: Statt bei 250 km/h greift die Elektronik im getunten SL erst bei 325 Sachen mäßigend ein.

Carlsson macht dem Mercedes SL 63 AMG Beine (9 Bilder)

Pferd auf dem Grill: Das promimente Carlsson-Logo verrät die Herkunft des schnellen SL.

Damit der Wagen auch bei diesen Geschwindigkeiten gut kontrollierbar bleibt, verpassen ihm die Saarländer ein komplettes Aerodynamikpaket inklusive neuer Frontschürze und Heckdiffusor. Weitere Maßnahmen zur Fahrdynamik-Verbesserung sind die elektronische Tieferlegung im 30 Millimeter und die Karbon-Bremse im XXL-Format. Und natürlich sitzen in den breiten Radhäusern Carlsson-eigene Schmiedefelgen: Die monströsen 20-Zöller sind vorne mit 245er, hinten mit 305er-Gummis von Dunlop bestückt.