Daihatsu Materia, Mini Clubman und Renault Modus im Vergleich
Seite 2: Daihatsu Materia, Mini Clubman und Renault Modus im Vergleich
Schluckfreudiger Daihatsu
Während sich die drei Kandidaten dynamisch wenig nehmen, liegt der Mini in punkto Spritkonsum vorne – im positiven Sinne. Er braucht laut Hersteller nur 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Zweiter wird der Modus mit 5,9 Liter und der Materia fährt mit 7,2 Liter deutlich hinterher. Bei unseren Messungen war die Reihenfolge die gleiche, wenn die Werte auch etwas höher lagen: Der Materia brauchte 7,4 Liter, der Modus 6,8 und der Mini 6,5 Liter. Damit gebührt dem Daihatsu immerhin der Sonderpreis für die ehrlichste Verbrauchsangabe. All diese Werte verstehen sich mit dem Seriengetriebe. Während der Mini sechs Gänge hat, müssen die beiden anderen mit einem Gang weniger auskommen. Zum Spritsparen im Alltag soll beim Mini auch die Schaltpunktanzeige beitragen, die ein routinierter Sparer freilich kaum braucht. Von größerem Nutzen ist das Start-Stopp-System, das den Motor zum Beispiel an der Ampel automatisch abschaltet. Unserer Erfahrung nach verhält sich das System selbst in zeitkritischen Situationen unauffällig. Auch wenn man vor dem Linksabbiegen auf dem Sprung ist, um durch die kleinste sich bietende Lücke im Gegenverkehr zu sprinten, kommt man schnell genug vom Fleck.
Mini als knapper Sieger
Was Sparsamkeit angeht, schneidet der Mini insgesamt am besten ab. Dafür wirkt er trotz überlegener Motorleistung und bester Spurtzeit nicht flotter als die übrigen Kandidaten. Nur wegen der Verbrauchsdaten gewinnt er diese Kategorie mit knappem Vorsprung. Der etwas flinker wirkende Modus ist ihm mit seinem nur 0,4 Liter durstigeren Downsizing-Motor dicht auf den Fersen. Der Materia fällt hier mit einem deutlich schluckfreudigeren Aggregat negativ auf.
Fahrwerk und Lenkung
Viel deutlicher als bei Motor und Antrieb fällt das Vergleichsergebnis beim Fahrwerk aus. Hier waren wir wenig überrascht, dass der Mini weitaus am besten abschneidet. Schließlich kannten ist sein hervorragendes Fahrwerk des Mini aus unseren zahlreichen Tests des Schrägheck-Modells. Der fahrbare Untersatz des Münchner Originals ist schon ohne die optionale sportliche Auslegung straff abgestimmt. Auf nicht ganz ebenen Strecken kann das durchaus auch mal nerven, aber das sind Randerscheinungen. Im Großen und Ganzen ist der Mini das, was man sich als sportlicher Fahrer wünscht. Deutlich weniger wankstabil sind der Daihatsu und vor allem der arg schwankende Renault, was aufgrund ihres höheren Schwerpunkts nicht verwundert.