Die dritte Generation magnetorheologischer Dämpfer
Stufenlos in weiten Bereichen
Als einen weiteren Vorteil nennt BWI die höhere dynamische Bandbreite, die das Dual-Coil-System erlaube. Sie würde ein "weicheres weich" und ein "strafferes straff" erlauben – auch bei langsamen Karosseriebewegungen, die für Geländefahrten typisch, aber schwer zu beherrschen seien. Im Evoque ist laut BWI nicht mehr nötig, über den Terrain-Response-Schalter die Dämpfung anzupassen. Unabhängig von seiner Stellung würde die Dämpfung immer so eingestellt, wie es die äußeren Bedingungen erfordern. Ein grundlegender Vorteil der magnetorheologischen Dämpfer ist natürlich geblieben: Die Viskosität, welche im Prinzip davon abhängt, wie sehr die Partikel aneinander hängen, lässt sich stufenlos regeln. Sie verändert sich proportional zu der Kraft des angelegten Magnetfeldes.
Kurz zusammengefasst erlaubt die dritte Generation der magnetorheologischen Dämpfer also einen noch höheren Grundkomfort ohne Abstriche bei der Sicherheit. Kompromisse müssen Entwickler allerdings trotzdem noch machen, denn zur Fahrwerksentwicklung gehört nicht nur die Schwingungsdämpfung, sondern unter anderem die Auslegung von Federung und Stabilisatoren. Die Dämpfung ist nur ein – wenn auch wichtiger – Aspekt im Zusammenspiel dieser drei Elemente. (ggo)