Fahrbericht: Mitsubishi L200 2.4 Di-D

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In Europa dürfte Mitsubishi seinen L200 auch weiterhin mit dem 2,4-Liter Diesel mit 133 kW / 181 PS anbieten, allerdings mit einem Sechsstufen-Wandlerautomaten statt des bisher fünfstufigen. Zudem verspricht Mitsubishi eine leistungsfähigere Bremsanlage. Endlich, möchte man erleichtert ausrufen.

Der Vierzylinder nagelt kräftig bei Start und Beschleunigung. Nach einem Turboloch geht er kraftvoll zur Sache. Das maximale Drehmoment von 430 Nm liegt unverändert erst ab 2500/min an. Aufgrund der üppigen Stirnfläche dürfte der L200 mit offener Ladefläche wohl 180 km/h erreichen. Die Lenkung ist sehr leichtgängig und das auf Zuladung ausgelegte Fahrwerk lässt keinen Zweifel daran, in einem Nutzfahrzeug zu sitzen. Der Wagen baut auf einem Leiterrahmen auf, die Hinterachse wird lediglich von Blattfedern geführt, was gerade abseits befestigter Straßen trotz sensibler ansprechener Dämpfer zu spüren ist.

Auch im Innenraum besteht kein Zweifel daran. Das Platzangebot ist in der Doppelkabine ordentlich, aber nicht opulent und die Fondsitzlehnen stehen fast parallel zur senkrechten Rückwand, wie sie die Ladefläche mit sich bringt. Die vorderen Sitze ohne nennenswerten Langstreckenkomfort lassen sich elektrisch einstellen und es gibt nun einige Komfortfunktionen wie schlüsselloser Zugang, Kameras rundum und ein Notbremsassistent mit Fußgängererkennung.

Abseits von Fahrbahnen kann der Fahrer kann während der Fahrt von Hinterradantrieb auf permanenten Allradantrieb umschalten. Das klingt eigenartig, denn einen permanenten Allradantrieb braucht man ja gerade eben nicht zuzuschalten. Der Gedanke dahinter ist der, der schon zur Erfindung von Freilaufnaben führte: Im Hinterradantrieb laufen die Autos etwas leiser und vor allem mit einem messbar geringen Verbrauch.

Wird im Allradbetrieb mehr Drehmoment benötigt, legt der Fahrer die Übersetzung im Verteilergetriebe ein. Bei einer durchdrehenden Achse kann das mittlere Differenzial gesperrt werden. Alles wie gehabt – neu sind auch bei der Allradtechnik nur Beigaben wie eine Bergabfahrhilfe und ein eigenes Fahrdynamik-Regelprogramm für das Fahren auf rutschigem Untergrund.

Der Pritschenwagen kommt in weiten Teilen der Welt als Triton in diesen Wochen in den Handel, wird aber erst im Sommer 2019 in Deutschland angeboten. Die Preise stehen noch nicht fest, es sei aber keine große Preiserhöhung zu erwarten, sagte ein Sprecher mit Blick auf den in Deutschland zur Zeit mindestens 22.900 Euro teuren L200. Dessen Dieselmotor leistet 133 kW/170 PS und bietet ein Drehmoment von 430 Nm. Weil er im Blick auf die Grenzwerte noch anders abgestimmt werden könnte, gibt es noch keine Daten für die Europa-Version.

Wenn Sie sich dafür interessieren, was das Auto im Detail ausmacht und wie es sich fährt, finden Sie bei uns den Fahrbericht zum noch aktuellen L200 (Test). Er dürfte selbst nach dem Modellwechsel bis auf die Karosserie-Bilder aktuell bleiben. (imp)