Der G mit kleinem d
Die ab sofort bestellbaren G 350 d-Modelle zeichnen sich durch mehr Kraft aus dem Sechszylinder-Diesel aus, die Komfortausstattung bleibt auf hohem Niveau fast unverändert. Das bedeutet auch: Die Mercedes-Benz G-Klasse bleibt dank ersthafter Basis ein Ausnahmetalent in Sachen Geländegängigkeit
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München, 18. September 2015 – Einer Mercedes-Benz G-Klasse macht in puncto Geländegängigkeit so schnell niemand was vor. Wie schon bei den zahlreichen vorangegangenen Modellpflegen hat es Daimler auch diesmal geschafft, die urwüchsige Geländetechnik mit Leiterrahmen, Starrachsen, permanentem Allradantrieb, Geländeübersetzung und serienmäßigen Differenzialsperren im Prinzip unverändert zu lassen. Einiger Änderungen aber hätte es nicht bedurft.
Die ab sofort bestellbaren G 350 d-Modelle zeichnen sich vor allem durch mehr Kraft aus dem Sechszylinder-Diesel aus. G 350 d (und mit ihm der ebenfalls überarbeitete G 500) sind von außen an einem neu gestalteten Stoßfänger und einer jetzt serienmäßigen AMG Kotflügelverbreitung in Wagenfarbe zu identifizieren.
Der G mit kleinem d (14 Bilder)

Die Verbreiterungen und die auf Sportwagen machende Frontschürze mit dem Radarauge finden echte Geländewagenfreunde so unpassend wie unpraktisch. Man fährt sie sich bei artgerechtem Einsatz schnell ab. Daimler, das hat dieser Mercedes nicht verdient, genausowenig wie die schicken, aber wegen der Niederquerschnittsbereifung im Gelände untauglichen 18-Zoll-Leichtmetallräder im 5-Speichen-Design.
Im Interieur wird nun ein Kombiinstrument in Zwei-Tuben-Optik mit 11,4-cm-Multifunktionsdisplay mit neu gestalteten Zeigern und Zifferblättern eingebaut. Ach, ja, und dann ist da noch der Wegfall der Bluetec-Bezeichnung zu vermelden. AdBlue muss weiterhin zugetankt werden.
Ăśberraschend ruhig
Der drei Liter große Sechszylinder-Diesel leistet nun 245 statt 211 PS. Das vor allem für Zugfahrzeuge wichtige Drehmoment wurde zudem auf 600 Nm angehoben. Zu spüren ist dies aber nicht nur mit bis zu 3,5 Tonnen am Haken, sondern auch auf der Autobahn. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 192 Kilometer pro Stunde, fühlt sich aber dank ungewohnt lauter Windgeräusche durch die Kanten der kastenförmigen Karosserie mit völlig planer Windschutzscheibe und dem stets lebhaft mitteilsamen, eigenlenkfreudigen Traktorenfahrwerk mit der im Gelände zwar unübertroffenen, auf der Straße aber völlig gefühlstoten Kugelumlauflenkung viel schneller an.