Genügsam und stark: Neuer Dreiliter-Diesel für Jaguar XF
Starke Diesel jenseits von 250 PS gibt es nicht allzu viele in der oberen Mittelklasse. Jaguar stellt nun ein neues 275-PS-Aggregat für den XF vor. Es ersetzt die alte 2,7-Liter-Maschine und ist schön sparsam
- sl
Schwalbach, 31. Dezember 2008 – Ein neuer Dreiliter-Diesel ersetzt im Jaguar XF den bisherigen 2,7-Liter-Selbstzünder. Der Motor des XF Diesel S wird mit einer optimierten Sechsstufen-Automatik von ZF kombiniert. Dank Biturbo-Aufladung bringt das neue Aggregat 275 PS und ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmeter. Es beschleunigt die viertürige Limousine in 6,4 Sekunden von null auf 100 km/h, das heißt 1,8 Sekunden schneller als der alte 2,7-Liter-Motor. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
Deutlich sparsamer als Mercedes E-Klasse
Den Verbrauch gibt Jaguar mit 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer an. Im Vergleich zum Vorgängermotor verbraucht das Aggregat trotz 33 Prozent mehr Leistung zwölf Prozent weniger Kraftstoff. Die CO2-Emissionen sanken von 199 auf 179 Gramm pro Kilometer. Auch im Konkurrenzvergleich liegt der Verbrauch gut. Selbst BMW, sonst in puncto Spritverbrauch fast immer an der Spitze, schneidet beim 5er nur wenig besser ab: Der 286 PS starke 535d Automatik benötigt 6,7 Liter Diesel, also nur einen Zehntelliter weniger. Der Audi A6 3.0 TDI ist mit 240 PS etwas schwächer. Mit dem serienmäßigen Allradantrieb benötigt er laut Hersteller ebenfalls 6,7 Liter. Schlechter schneidet zum Beispiel der Mercedes E 300 Bluetec ab. Er ist mit 211 PS deutlich leistungsärmer, braucht aber gleich 7,5 Liter auf 100 Kilometer.
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6,8 Liter auf 100 Kilometer: Der Biturbo-Diesel ist bemerkenswert sparsam
Common-Rail-Einspritzung mit 2.000 bar
Auch technisch bietet der neue Jaguar-Diesel Einiges. Eine Weltneuheit für einen V-Motor ist die Aufladung mittels parallel und sequenziell geschalteter Turbolader. Die Common-Rail-Einspritzung der dritten Generation, die im XF Diesel S eingebaut ist, arbeitet mit Einspritzdrücken von bis zu 2000 bar. Dank Piezo-Düsen sind pro Verbrennungszyklus bis zu fünf Einspritzungen möglich, was eine besonders weiche, leise und gründliche Verbrennung ermöglicht. Der Vierventiler erfüllt bereits die Euro-5-Norm.