Getestet: VW Passat CC
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DCC: Fahrwerk nach Wunsch einstellen
Der brandneue Volkswagen beeindruckt nicht nur durch seinen eleganten Auftritt, auch die Vielzahl an Innovationen sind eine Schau. Zwar treiben die technischen Schmankerl den Preis nach oben, doch erhöhen Fahrkomfort und -sicherheit spürbar. Zum Beispiel die adaptive Fahrwerksregelung DCC, die beim V6 4Motion serienmäßig an Bord ist: Auf Knopfdruck können wir die Härte des Unterbaus in den Stufen "Normal", "Sport" und "Comfort" einstellen. In der Sportstufe wird das Fahrwerk spürbar härter und die Lenkung merklich direkter und straffer. In der Komfort-Stufe ist der Passat bequem gefedert und schluckt auch größere Unebenheiten. Zudem passt sich mit dem DCC-System die Dämpfereinstellung permanent an die Fahrbahnbeschaffenheit an und berücksichtigt beispielsweise auch Kurvenfahrt, Bremsen und Beschleunigen. Alles in allem bietet der VW mit diesem System ein nahezu perfektes Fahrverhalten, das unterschiedlichen Bedürfnissen angepasst werden kann.
Lane Assist: Im Notfall Gegenlenken
Eine weitere Neuerung ist das "Lane Assist" genannte Spurhaltesystem. Während andere Erfindungen dieser Art das Lenkrad oder die Sitzfläche am Hinterteil vibrieren lassen, greift dieser Assistent auch aktiv in die Lenkung ein. Wenn wir ohne zu Blinken ab einer Geschwindigkeit von 65 km/h unsere Fahrspur verlassen und die rechte Linie oder die Mittelmarkierung überfahren, lenkt der Wagen automatisch wieder zurück in die Bahn. Das passiert sehr sanft, aber kontinuierlich. Natürlich behalten wir nach wie vor die Kontrolle über das Steuer. Mit etwas Kraft lässt sich der Assistent schnell überregeln. Ein Freibrief fürs Freihändig-Fahren ist die Anlage trotzdem nicht: Nach acht Sekunden schaltet sich der Lane Assist automatisch ab, wenn er merkt, dass wir die Hände nicht am Lenkrad haben und auch nach einem Signalton und einer Anzeige im Display nicht wieder selber das Steuer übernehmen.
ACC: Automatisch Distanz halten
Ein weiteres Novum ist der "Front Assist", der den Raum vor dem CC beobachtet und warnt, wenn zu dicht auf den Vordermann aufgefahren wird. Zudem befüllt dieser Assistent die Bremsanlage vorsorglich, wenn er eine kritische Situation erkennt. Aus Passat Limousine und Kombi bekannt ist die automatische Distanzregelung ACC (Adaptive Cruise Control). Das ist vor allem bei Autobahnfahrten eine mehr als angenehme Erfindung: Unser Testwagen hält von allein einen Sicherheitsabstand zum Vordermann ein. Dabei beschleunigt er bis zur voreingestellten Geschwindigkeit und bremst auch von allein ab – wenn es sein muss bis zum Stillstand.