Halbe Portion: Commuter Cars Tango T600
Seite 2: Tango T600: Ultrasportlicher Kleinstwagen mit Elektroantrieb
Anhänger mit Verbrennungsmotor und Generator
Als Energiespeicher gibt es serienmäßig Bleibatterien. Damit beträgt die Reichweite allerdings nur 80 Kilometer. Mit den optionalen Lithium-Ionen-Batterien sollen es etwa 250 Kilometer sein. Aufladen kann man das Elektromobil fast an jeder Steckdose – ein Adapter-Set wird mitgeliefert. An einer 200-Ampere-Ladestation dauert eine 80-Prozent-Ladung laut Hersteller nur zehn Minuten. Die Lösung für längere Strecken ist ein Verbrennungsmotor, der zusammen mit einem Generator Strom für den Elektroantrieb erzeugt. Statt die schwere Technik aber wie beim Chevrolet Volt ins Fahrzeug einzubauen, bietet Commuter Cars einen Anhänger an, der nur bei Bedarf mitgeführt werden muss – so wird das Auto zu einem Range Extender.
Hohe Stabilität durch tiefen Schwerpunkt
Als Elektrofahrzeug ohne Anhänger wiegt der Tango T600 immerhin 1,5 Tonnen, also etwa soviel wie der viel größere VW Passat mit Dieselmotor – und das trotz ultraleichter Karbon-Fiberglas-Karosserie. Das hohe Gewicht kommt durch die beiden Elektromotoren, die Batterien und zusätzlichen Ballast zustande. Durch eine tiefe Anordnung der über 900 Kilo schweren Teile im Fahrzeugboden erreichen die Ingenieure eine gute Kurvenstabilität. Bei einer Breite von nur einem Meter und einer Höhe von stattlichen 1,52 Meter soll sich so eine bessere Stabilität ergeben als bei den meisten Sportwagen. Für Sicherheit sorgt außerdem ein Überrollkäfig, der die Insassen sogar bei über 320 km/h schützen soll.
So teuer wie eine Corvette
All das muss natürlich bezahlt werden, und so ist der Tango T600 beileibe nicht billig: Nicht weniger als 121.000 US-Dollar, umgerechnet derzeit etwa 85.000 Euro, werden schon für die Grundversion mit Bleibatterien berechnet. Zudem wollen erst einmal 10.000 Dollar zu treuen Händen abgeliefert werden – ob er dann wirklich gebaut wird, entscheidet sich am Interesse der Kunden. Und für den happigen Preis erhält man nicht mal ein fertiges Auto, sondern nur ein Kit, mit dem man sich den Tango zusammenbauen kann. Wer weniger ausgeben will, der kann auf den günstigeren Tango 200 warten, der wohl weniger Leistung bieten wird. (imp)