Infiniti FX30d: erster Diesel der Marke im Fahrbericht

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Der Dreiliter-Dieselmotor stammt aus der Renault-Nissan-Allianz und wird auch im Renault Laguna eingesetzt. Anders als im Franzosen erfüllt der FX schon die Euro 5 Norm. Der Common-Rail-V6-Diesel leistet 238 PS bei 3750 U/min, dass maximale Drehmoment beträgt 550 Nm bei 1750 U/min. Mit den 2,2 Tonnen Leergewicht hat der Motor aber ordentlich zu tun. Sportliche Fahrer kommen hier nicht auf ihre Kosten, obwohl der Japaner nicht lahm ist: Nach 8,3 Sekunden sind 100 km/h erreicht, maximal sind 212 km/h möglich. Die sanft schaltende Siebenstufen-Automatik unterstützt eher gemütliches Cruisen. Überzeugend fiel der Verbrauch auf einer kurzen Testrunde über bergige Landstraßen und Autobahnen aus: Mit durchschnittlich 10,2 Liter auf dem Bordcomputer lag er etwas über einen Liter oberhalb der Angabe des Herstellers. Für die flott gefahrene Runde ist das ein guter Wert. Wer den FX nicht hetzt, kann mit unter 10 l/100 km hinkommen.

Eine überraschende Seite zeigt der FX auf den verschlängelten Straßen in den Bergen um Barcelona. Zur Auswahl stehen zwei Ausstattungen: Während die GT-Ausstattung auf Komfort setzt, bringt die S-Ausstattung serienmäßig eine aktive Hinterradlenkung mit. Damit ausgerüstet, lässt sich das schwere Auto präzise in die Kurven lenken und legt eine Agilität an den Tag, die man ihm so nicht unbedingt zutraut. Dazu trägt die exakte Lenkung ihren Teil bei, die jedoch einige als etwas schwergängig empfinden. Minuspunkte sammelt die S-Version des FX beim Abrollkomfort. Felgen im 21-Zoll-Format mit flacher Bereifung reichen Fahrbahnunebenheiten zu den Passagieren nur mäßig gefiltert weiter. Die deutlich komfortablere Wahl in Sachen Geschmeidigkeit ist ohne Frage der GT, der weicher gefedert ist.