Jaguar XKR: Das sportliche Coupé mit 416 PS im Test
Seite 2: Jaguar XKR: Das sportliche Coupé mit 416 PS im Test
Licht und Klang
Die helle Ausstattung verstärkt zwar das großzügige Raumgefühl, spiegelt sich aber bei starkem Sonneneinfall auch in der Frontscheibe. Manch einer wird dies als störend empfinden. Nacht gibt es dieses Problem naturgemäß nicht, die Sicht profitiert im Gegenteil von den gute Scheinwerfern; selten war ich in einem Auto mit so guten Xenon-Leuchten unterwegs.
Ganz nebenbei fällt in der nächtlichen Stille das Blinklicht durch seinen angenehmen Klang auf. Das gesamte Interieur wirkt kratzfest und passgenau verarbeitet. Allerdings hatte sich bei unserem Gangwahlhebel die linke Holz-Applikation gelöst. Kann sein, dass dies ein Einzelfall ist, kann aber auch sein, dass man in England in Sachen Qualität weiterhin ein bisschen an sich arbeiten muss.
Warum +2?
Jaguar verkauft den XKR als 2+2 Sitzer. Und wie zum Hohn hält die Rückbank sogar zwei Anschnallgurte bereit. Vorne ist jede Menge Platz, bei Menschen mit bis zu 1,90 Meter Körpergröße sollte keinerlei räumliche Beklemmung aufkommen. Aber hinten kann niemand sitzen, der noch Beine hat. Die Rückenlehnen der Vordersitze gehen grundsätzlich mit der Fond-Sitzbank auf Tuchfühlung. Also befindet sich im Fond eine aufwendig gearbeitete Lederablage für ein paar kleinere Gepäckstücke. Der Rest des Gepäcks wandert in den 300-Liter-Kofferraum: genug Platz für zwei Flugzeug-Trolleys und ein wenig Kleinkram. Wegen der riesigen nach oben aufschwingenden Heckklappe ist das Gepäckabteil eines der am besten zugänglichen im Automarkt, fast schon vergleichbar mit der Ladepritsche eines Pick-Ups, nur tiefer gelegen und viel schöner.