Jubiläum des Unverwüstlichen: Land Rover wird 60

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Getestet wurde der Gelände-Gänger im Dschungel. So nennen die Land-Rover-Mitarbeiter ein neben der Fabrik im englischen Solihull gelegenes Gebiet, das aus Schlamm, Hügeln und Geröllpisten besteht. Bis heute muss sich jedes Modell der Briten in diesem Areal beweisen.

1958 kam dann die zweite Serie des Land Rover zur Welt. Der Wagen war ein bisschen breiter als sein Vorgänger und wurde vielfach für Spezialanwendungen modifiziert. So gab es eine „Lightweight“-Militärversion, die gerade mal 1250 Kilogramm wog, und vom Hubschrauber abgeworfen werden konnte. Zum ersten Mal gab es auch den dreiachsigen 6x6-Land-Rover und ein auf Schienenbetrieb umgerüstetes Modell. In kleinen Schritten ging es immer weiter. So kam 1971 erstmals ein vollsynchronisiertes Getriebe zum Einsatz – Zwischengas ade. Ab 1979 konnte sogar ein auf 91 PS gedrosselter 3,5-Liter-V8 aus dem Range Rover den Land Rover antreiben. Seit 1990 heißt der Ursprungs-Land-Rover „Defender“ – das Vorhandensein des neuen Discovery machte die Namensgebung nötig. Inzwischen hat der Wagen Türen aus Pressstahl, den 2,4-Liter-Diesel mit 122 PS aus dem Ford Transit und einen aufgewerteten Innenraum.

Neue Abgasvorschriften, neue Crashnormen – die Zukunft des Defender ist offen. Der Wagen hat nach wie vor weder Airbags noch ESP, ABS gibt es nur gegen Aufpreis. Das lässt sich beheben, doch Land Rover wird sich gut überlegen, ob etliche Millionen in die Weiterentwicklung des alten Geländekämpfers fließen oder doch lieber für neue Modelle verwendet werden sollten.