Kölscher Crossover: Der Ford Kuga im Test

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Beim gefühlten Sportpotenzial hat das agile Fahrwerk eindeutig mehr zu bieten als der flotte 136-PS-Ölbrenner unter der Haube. Wohl auch aus diesem Grund wird Ford gegen Ende des Jahres einen Turbo-Benziner mit 200 PS für den Kuga nachreichen. Bereits jetzt erhältlich sind sämtliche Ausstattunglinien. Unser Testwagen präsentiert sich im coolen „Titanium“-Trimm, und hat somit ab Werk Details wie Tempomat, 17-Zoll-Alufelgen oder die schicken Teilledersitze an Bord. Genau wie die Karosserie trägt auch der Innenraum die zurzeit typische Ford-Handschrift. Das bedeutet allerdings auch, dass einige Designdetails des hochwertig anmutenden Armaturenbretts Geschmackssache sind. Gerade im Vergleich zum sachlichen Tiguan wirkt der Instrumententräger mit einem Stück Kunststoff-Alu hier oder einer Leiste aus Pseudo-Karbon dort ein wenig unruhig. An Bedienung und Ergonomie gibt es aber nichts zu meckern. Die Teilledersitze bieten angenehm viel Seitenhalt und Komfort – dank elektrisch verstellbarem Fahrersessel (430 Euro Aufpreis) findet sich die ideale Sitzposition zudem schnell und unkompliziert.

Auch auf den übrigen Plätzen lässt es sich gut aushalten. Im Fond dürfte es Normalgroßen dank reichlich Beinfreiheit und bequemer Sitzbank auch auf längeren Strecken nicht ungemütlich werden. Praktische Details wie etwa die 230-Volt-Steckdose in der hinteren Mittkonsole (120 Euro) oder die Klapptabletts an den Vordersitzrücklehnen (Serie) sollen die große Fahrt noch angenehmer machen. Ebenfalls reisetauglich: der Kofferraum. Hier passen standardmäßig 410 Liter hinein, mit umgeklappter Rücklehne sind es 1405 Liter. Eine geteilt öffnende Heckklappe soll den Praxisnutzen des Kofferraums erhöhen. Anders als bei anderen Wagen öffnet sich beim Kuga allerdings nicht nur die Heckscheibe. Stattdessen verbaut Ford hier eine Art „Heckklappe in der Heckklappe“. Die obere Luke aus leichtem Kunststoff lässt sich durch Druck auf einen Extraschalter separat öffnen – das erleichtert das Beladen des Gepäckabteils mit Kleinkram.

Schickes Design, ein hochwertiger Innenraum und ein kräftiger Turbodiesel: All das hat auch der designierte Kuga-Rivale VW Tiguan zu bieten. Der Wolfsburger kostet mit 140-PS-Diesel und in der „Trend & Fun“-Grundausstattung 28.800 Euro. Ford verlangt für den 4x4-Kuga im Einstiegstrimm „Trend“ mit 28.300 Euro nur unwesentlich weniger. Praktisch Gleichstand herrscht auch in höheren Preisregionen. Unser Kuga-Testwagen in „Titanium“-Ausstattung kostet 30.500 Euro. Bei VW sind für den vergleichbar bestückten Tiguan „Sport & Style“ 30.700 Euro fällig.