Kräftiger Sparer: Toyota Auris 2.2 D-CAT

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Typisch für einen Selbstzünder mit Turbolader ist auch eine leichte Anfahrschwäche. Zwar ist der Vierzylinder ab etwa 1000 Touren fahrbar, doch akzeptablen Durchzug bietet er erst ab 1500 Umdrehungen. Steigen die Motordrehzahlen über die 2000er-Marke, sorgt die Kraft des Turbos für einen sehr druckvollen Vortrieb. Obwohl die Leistungsentfaltung des D-CAT-Aggregats ihn damit zu einem typischen Vertreter der Turbodiesel-Fraktion macht, wirkt der Antrieb doch nicht so ruppig wie beispielsweise die TDI-Motoren von VW. Statt dessen beschleunigt der Toyota relativ gleichmäßig. Selbst jenseits der 4000 Umdrehungen dreht der Vierzylinder noch munter hoch und wirkt dabei kaum angestrengt. Spätestens knapp jenseits der 5000 Touren muss die nächste Gangstufe eingelegt werden. Zwischen sechs Gängen kann man im vergleichsweise lang ausgelegten Getriebe wählen. Ungewöhnlich groß ist die Spreizung zwischen dem dritten und vierten Gang. Beim Hochschalten in die vierte Stufe gehen die Drehzahlen deutlich runter. Bei 140 km/h arbeitet der Motor im sechsten Gang mit nur 2500 Umdrehungen.

Gute Fahrleistungen, geringer Verbrauch
Trotz der Getriebeauslegung kann man aus dem Stand die 100-km/h-Grenze in 8,1 Sekunden knacken. Der zügige Vortrieb endet bei 210 km/h. Angesichts der guten Fahrleistungen ist der Verbrauch moderat. Den durchschnittlichen Spritkonsum gibt Toyota mit 6,2 Litern an. Nach einer schnell gefahrenen Autobahn-Etappe ermittelte der Bordcomputer einen Verbrauch von knapp über zehn Liter. Bei ruhiger Fahrweise auf der Landstraße sank dieser Wert auf etwa die Hälfte. Im Schnitt haben wir laut Bordcomputer auf unserer Testfahrt 8,4 Liter verbraucht. Hinsichtlich der Umwelt steht der Auris 2.2 D-CAT recht gut da: Immerhin reinigt ein Rußpartikelfilter serienmäßig die Abgase und mit 164 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer erreicht der Wagen ein für seine Leistungsklasse moderates Niveau.

Starke Rivalen
In seinem Segment hat der Auris 2.2 D-CAT nur wenige ähnlich potente Gegner. So bietet BMW den 120d ebenfalls mit 177 PS an. Der bayerische Kompakte knackt die 100 km/h nach nur 7,5 Sekunden und fährt 228 km/h schnell. Trotz deutlich besserer Fahrleistungen gibt BMW den Verbrauch mit genügsamen 4,9 Litern an. Weniger beeindruckend sind die Fahrleistungen des derzeit stärksten Diesel-Kompakten: Der Volvo C30 D5 benötigt 8,4 Sekunden für den 100-km/h-Sprint und verbraucht mit 6,9 Litern deutlich mehr. Auf nahezu gleichem Niveau wie der Auris bewegt sich der VW Golf 2.0 TDI GT. Seine 170 PS machen ihn 220 km/h schnell. Den Sprint erledigt er in 8,2 Sekunden. Der Verbrauch soll bei 5,9 Litern liegen.