Mercedes C 320 CDI T-Modell im Test: Der steckt was weg
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Dickes Quadermaß
Das Heck des neuen T-Modells ist deutlich steiler als das des Vorgängers. Das sieht nicht nur gut aus, sondern dadurch umschließt der Wagen jetzt auch ein Ladevolumen von 1.500 Litern – das sind 146 Liter mehr als beim alten T-Modell. Für das Segment der Premiumkombis in der Mittelklasse ist das momentan der beste Wert. Aber der beste Kofferraum nützt wenig, wenn er verwinkelt und zerklüftet daher kommt und somit zwar für viele kleine, aber nicht für große Gegenstände geeignet ist. Die Qualitäten zum Unterbringen von sperrigen Gegenständen demonstriert das Quadermaß. Dieses konnte um 66 auf 827 Liter erhöht werden, was 50 bis 100 Liter oberhalb vergleichbarer Konkurrenzmodelle liegt. So lässt sich auch ein großer Kühlschrank im Heck des C-Klasse T-Modells unterbringen. Zudem wuchs die maximal nutzbare Innenraumlänge um 17 Zentimeter und beträgt jetzt 2,82 Meter.
Klappkiste ist Serie
Die Oberfläche des Armaturenbretts glänzt ein wenig wie Hartplastik, ist aber weich und kratzfest. Wer vorne sitzt, kann seinen Stuhl übrigens enorm weit zurückschieben. 1,90 Meter große Leute können ihre Beine locker ausstrecken. Der Seitenhalt des Gestühls lässt allerdings zu wünschen übrig. Nach Umlegen der Fondrücklehne entsteht eine beinahe ebene Ladefläche. Wer Ordnung im Stauraum schätzt, dem bietet Mercedes serienmäßig und natürlich auch gegen Aufpreis verschiedene Hilfen an. So verbirgt sich unter der Kofferraumabdeckung eine Einkaufsklappkiste, welche auch im befüllten Zustand unter dem Kofferraumboden mitfahren kann. An den Seiten des Gepäckabteils warten einfache Plastikhaken auf Taschen und die ausgeleierten Henkel von Einkaufstüten – so kullern in kurviger Fahrt Äpfel und Tomaten nicht durcheinander hin und her, auch wenn die lieben Kleinen gerade das ganz toll finden.
Mit Haken und Ösen
Und wer mal draußen in der Natur ganz luftig seine Jacke weghängen möchte, muss nur die Heckklappe öffnen. Zwei Griffe rechts und links stehen zum manuellen Zuziehen der Heckklappe zur Verfügung, in die beide ein kleiner Kleiderhaken integriert wurde. Allerdings sieht es schon ein bisschen seltsam aus, wie ein Jackett dort hilflos an der Klappe baumelt. Die Hecktür lässt sich auch per Knopfdruck oder Fernbedienung befehligen, was aber mit 417 Euro Aufpreis zu Buche schlägt. Für 250 Euro stellt Mercedes was richtig Praktisches ins Options-Regal: Hinter dem sperrigen Namen Easy-Pack-Fixkit verbirgt sich ein Sammelsurium aus Kleinteilen, welche in der richtigen Kombination den Laderaum einteilen und Gepäckstücke fixieren helfen. An zwei Schienen befestigte Halterungen nehmen Gestänge oder Anschnallgurt-ähnliche Bänder auf, welche Koffer & Co. an ihrem Platz festhalten.