Nashorns neue Liebe: der Renault Kangoo II im Test

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Der Kofferraum braucht keinen Vergleich mit größeren Fahrzeugen zu scheuen. 660 Liter passen schon bei fünfsitziger Konfiguration und Beladung bis zur Gepäckabdeckung hinein. Durch die niedrige Ladekante und die egalisierte Ladeschwelle fallen das Be- und Entladen leicht. Die Rückbank lässt sich inklusive Rücklehnen sehr einfach in den Boden versenken – eine optimale Lösung, zumal sich so eine fast komplett ebene Ladefläche ergibt. Bei dachhoher Beladung ergeben sich phänomenale 2866 Liter Stauraum. Damit schlägt das Auto die meisten Kombis und SUVs und erreicht Werte wie ein ausgewachsener Van vom Schlage eines VW Sharan. Der VW Caddy bietet allerdings mit 920 bis 3020 Liter noch deutlich mehr. Die Zuladung ist bei beiden Autos mit rund 450 Kilo etwa gleich. Als Baustofftransporter eignet sich das Auto wegen der doch eher geringen Zuladung weniger. Wer aber zusätzlich zu seinen Kindern auch noch viel Urlaubsgepäck unterbringen will oder sperrige Sportgeräte, für den ist der Kangoo eine gute Wahl.

Das Fahrwerk ist wie beim Vorgänger eher weich abgestimmt. Das merkt man schon, wenn man von außen an der Dachreling rüttelt: Das Auto schwankt dann deutlich hin und her. Ähnlich verhält sich der Kangoo in der Kurve: Er wankt nach außen. Auf langen Serpentinenfahrten könnte es empfindlichen Kindern auf dem Rücksitz schlecht werden. Da aber Familienväter wohl sowieso nicht wie Rennfahrer in Biegungen einfahren, ist das wohl die passende Abstimmung. Auf langen Autobahnetappen dürfte es wichtiger sein, dass das Auto nicht über Unebenheiten hoppelt, und diese Aufgabe erledigt das Fahrwerk sehr gut.