Nashorns neue Liebe: der Renault Kangoo II im Test

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Ab Marktstart werden zwei 1,5-Liter-Diesel mit 86 und 103 PS sowie ein Benziner mit 106 PS angeboten. Im Frühjahr 2008 kommt noch ein kleiner 1,5-Liter-Diesel mit 68 PS hinzu, und auch ein 90-PS-Benziner soll noch folgen. Der von uns gefahrene Top-Diesel bietet durchaus akzeptablen Vortrieb. Schon leicht unter 2000 U/min lässt sich damit beschleunigen. Das Maximaldrehmoment von 240 Newtonmeter liegt bei 2000 Touren an. Das Aggregat klingt zwar etwas rau, bleibt aber bemerkenswert leise. Die aufwendige Einspritzung über Piezodüsen macht es möglich. Nur im Bereich um 3000 U/min dröhnt es vorübergehend. Da der 103-PS-Selbstzünder anders als die anderen Diesel serienmäßig mit einem Sechsgang-Getriebe ausgestattet wird, lassen sich höhere Drehzahlen jedoch gut vermeiden. Nur auf der Autobahn, jenseits von 130 km/h, muss man mit über 3000 Touren rechnen. Dann kann man weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 159 km/h beschleunigen.

Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 5,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer an – kaum mehr als die kleineren Diesel brauchen. Ein guter Wert, denn der Konkurrent VW Caddy 1.9 TDI mit 105 PS benötigt laut Herstellerangabe 6,3 Liter. Der Bordcomputer im Kangoo zeigte allerdings Werte um die sieben Liter an. Der stärkste Diesel im Kangoo wird serienmäßig mit einem geschlossenen Partikelfilter ausgerüstet. Beim mittleren Selbstzünder zahlt man für den Filter 600 Euro Aufpreis, und für den kleinsten Diesel wird es voraussichtlich gar keinen Filter geben.