Neuer Spardiesel Peugeot 207 HDi 90 FAP 98g

Die neueste Version des Peugeot 207 hat einen 92 PS starken Diesel unter der Haube und kommt mit nur 3,8 Liter Diesel je 100 Kilometer aus. Aber amortisiert sich der Aufpreis von 400 Euro wirklich?

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Saarbrücken, 18. August 2011 – Der Kompakte mit dem geringsten CO2-Ausstoß und konventionellem Antrieb ist derzeit der Peugeot 308 e-HDi 110 Stop-Start EGS6. Er emittiert laut Hersteller 98 g/km CO2. Mit dem 207 HDi FAP 90 98G stellt Peugeot nun einen Kleinwagen mit exakt den gleichen Emissionswerten vor. Wie der Spar-308 hat er den bekannten 1,6-Liter-Diesel unter der Haube, allerdings mit 92 statt 112 PS. Die bis vor kurzem angebotene Version 207 HDi FAP 90 99g emittierte noch ein Gramm mehr und hatte nur 90 PS.

Anders als bei den Kompaktwagen liegen die Franzosen in der kleinen Klasse nicht vorne. Hier ist der Rekordhalter nach wie vor der VW Polo BlueMotion – mit nur 87 g/km CO2-Ausstoß. Er hat allerdings nur 75 PS. Im Vergleich zum Normalmodell, dem 207 HDi FAP 90, spart die neue Version jedoch immerhin 12 g/km ein. Der Verbrauch sinkt von 4,2 auf 3,8 Liter auf 100 Kilometer. Den Fortschritt brachten eine andere Getriebeübersetzung, eine modifizierte Motorsteuerung und rollwiderstandsarme Reifen. Außerdem tragen Aerodynamikmaßnahmen ihr Scherflein bei: ein Heckspoiler, spezielle Radzierblenden, ein überarbeiteter Frontgrill sowie eine Frontspoilerlippe. Weitere Maßnahmen sind eine minimale Tieferlegung um fünf Millimeter und eine spezifische Unterbodenverkleidung.

Neuer Spardiesel Peugeot 207 HDi 90 FAP 98g (4 Bilder)

Äußerlich bleibt der Peugeot 207 mit dem Spardiesel unscheinbar (Bild zeigt Vorgängerversion 99g).

Äußerlich ist die neue Variante durch das Logo "98g" auf Kofferraumklappe und Türen erkennbar. Der neue 207 HDi FAP 90 98G ist ausschließlich in der Ausstattung Tendance verfügbar. Serienmäßig sind ESP, sechs Airbags, elektrische Fensterheber vorn, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein CD-Radio, eine Klimaanlage und eine Zentralverriegelung. Für 300 Euro Aufpreis gibt es ein Bluetooth-Paket mit Audio-Streaming, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und USB- sowie AUX-Eingang. Die neue Sparversion kostet mit drei Türen 16.950 Euro, mit fünf Türen 17.650 Euro. Die Normalversionen sind jeweils 400 Euro günstiger. Für die Preisdifferenz bekommt man derzeit rund 270 Liter Diesel. Der Verbrauchsunterschied von 0,4 Liter pro 100 Kilometer hat sich also nach rund 65.000 Kilometer amortisiert. Da ist es sicherlich kein Fehler, bei einer Probefahrt zu erkunden, ob man sich der längeren Übersetzung anfreunden kann, die zwangsläufig ein wenig aufs Temperament schlägt. (imp)