Opel Astra Sports Tourer: Unterwegs im Erben des Caravan

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Auf die Frage, warum man so etwas nicht im Astra einbauen könnte, heißt es bei Opel: Erstens sei diese Lösung zu teuer für die Kompaktklasse. Zweitens könne man bei der gewählten Lösung das Sichtschutzrollo bei umgeklappten Fondsitzen verwenden, um den hinteren Teil des Laderaums zu verbergen. Insgesamt gefällt das Sitzsystem aber. Schade nur, dass die neuen Ideen nicht serienmäßig, sondern erst in den höheren Ausstattungsversionen oder gegen Aufpreis umgesetzt werden.

Im Fond sitzt man auch als Erwachsener gut: Sowohl Bein- wie Kopffreiheit gibt es reichlich. Nur dass Opel die dritte Kopfstütze im Fond nicht serienmäßig liefert, bleibt unverständlich. Ablagen für Kleinkram finden sich in großer Zahl. Letzteres gilt auch auf den Vordersitzen – aber das kennen wir schon von der fünftürigen Limousine. Überhaupt ist der Vorderwagen bis zum B-Säule identisch mit dem normalen Astra. Lobenswert sind auch die aufpreispflichtigen AGR-Sitze mit ihrer rückenfreundlichen Struktur und dem ordentlichen Seitenhalt.

In Kurven freut man sich auch über das erfreulich wankstabile Fahrwerk. Wie bei der Astra Limousine gibt es hinten eine Verbundlenkerachse, die mit einem so genannten Watt-Gestänge kombiniert wird, das Aufbaubewegungen verringert. In Verbindung mit dem optionalen FlexRide-System mit adaptiver Stoßdämpferverstellung gefahren, hat uns das Chassis schon bei der Limousine überzeugt, und der Kombi macht keinen Schritt zurück. Wer will, kann bei FlexRide die automatische Anpassung des Fahrwerks an den Fahrstil per Tastendruck in spezielle Bahnen lenken – unterschieden werden außer dem Standardmodus der Sport- und der komfortbetonte Tour-Modus.