Schnittiger und sparsamer
Seite 3: Schnittiger und sparsamer
Vierzylinder ĂĽberarbeitet
Unser SLK wird vom 3,5-Liter-V6 fortbewegt, einer von derzeit vier Möglichkeiten, den Mercedes-Roadster anzutreiben. Den Einstieg stellt der 200 Kompressor dar. Dessen überarbeitetes Vierzylinder-Aggregat bekommt eine Leistungsspritze von 21 PS. Durch Modifikationen leistet dieser in Wahrheit nur 1,8-Liter große Motor nun 184 PS und soll, dank geänderter Motorsteuerung und eines geänderten Laders, nun einen ganzen Liter Sprit weniger pro 100 km verbrauchen als sein Vorgänger. Gefeilt wurde auch am V6 des SLK 280: Zwar liefert dessen Dreiliter unverändert 231 PS, der Verbrauch soll aber um 0,4 l/100 km gesunken sein. Nichts verändert wurde an der Maschine des Spitzenmodells, dem SLK 55 AMG: Dessen V8 holt unverändert 360 PS aus 5,5 Liter Hubraum.
33 PS mehr beim SLK 350
Kommen wir wieder zu unserem SLK 350, dem Mercedes den Zusatz „Sportmotor“ verpasst. Der hoch drehende Ottomotor erreicht 305 PS bei 6500 Touren. Das sind immerhin 33 PS mehr als beim Vorgänger. Den Beschleunigungswert von 5,4 Sekunden auf Tempo 100 müssen wir uns wirklich auf der Zunge zergehen lassen – so eine Zahl erreichten vor wenigen Jahren nur reinrassige Sportwagen. Der Klappdach-Benz stürmt mit diesem Aggregat gewaltig los und entwickelt einen immensen Vortrieb. Die Sitzlehne im Rücken zu spüren, den Fahrtwind sanft, aber präsent im Haar zu haben und die warme Luft aus dem Airscarf machen die SLK zum Spaßmobil.
Kehliges Blubbern
Doch noch bemerkenswerter ist der Sound, den der SLK beim rasanten Beschleunigen liefert. Das Repertoire reicht von kehligem Blubbern über ein sonores Brummen bis zu heiserem Brüllen bei Vollgas. Ein leises Hicksen beim raschen Lastwechsel gibt der SLK-Musik einen zusätzlichen Kick. Wenn man sich, wie wir, diese Geräuschkulisse in einem der zahlreichen Straßentunnel rund um Nizza reinzieht, wird das Kind im Manne geweckt und dem Spieltrieb beim Hin- und Herschalten freier Lauf gelassen.