Sparmedizin: VW Passat Variant BlueMotion im Test

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Der Innenraum enthält keinen direkten Hinweis darauf, dass wir gerade mit einem BlueMotion-Passat unterwegs sind. Zwar steht auf dem Schalthebel als höchste Zahl eine „5“, worüber wir uns später noch ärgern werden, und die serienmäßige Multifunktionsanzeige ist in der Lage, den optimalen Gang vorzuschlagen, aber das sind nur kleine Auffälligkeiten. Der Passat-Innenraum ist riesig, auch hinten haben sehr große Erwachsene richtig viel Platz zum Ausbreiten. Dazu kommen viel Kopffreiheit und der gigantische Kofferraum, der bis zu 1731 Liter Gepäck schluckt. Das Gestühl ist angenehm straff und lädt mit sportlichem Seitenhalt zum Verweilen ein. Alle Oberflächen wirken schick, hochwertig und kratzunempfindlich. Die fantastische Verarbeitung spüren wir schon in den ersten Sekunden unseres Passat-Aufenthalts.

Auch dem Fahrwerk ging es zugunsten von optimierten Verbrauchseigenschaften an die Federn. Der Passat duckt sich in den Wind: Vorne wurde er um 15, hinten um acht Millimeter tiefer gelegt. Diese Maßnahme wird durch neue Spezialreifen unterstützt. Die Gummis stehen unter einem um 0,4 bar erhöhten Druck und sollen so einen geringeren Rollwiderstand auf den Asphalt bringen. Serienmäßig stecken sie auf Stahlfelgen. VW stellt für Leichtmetallaufrüstungen ausschließlich eine 16-Zoll-Felge bereit. Für andere Reifendimensionen scheint es die Energie-Pneus noch nicht zu geben.

Tieferes Fahrwerk und härtere Reifen, spürt man das nicht beim Fahren? Ja, wir spüren es. Die Abrollgeräusche sind lauter, Kopfsteinpflaster-Stöße und Schlaglochpisten-Ruckler werden etwas stärker zur Wirbelsäule geleitet. Auch das Einlenkverhalten in Kurven verändert sich, wirkt minimal unpräziser als beim Serienmodell. Die Modifikationen am Fahrwerk gehen ein wenig zu Lasten des Komforts.