Sparmedizin: VW Passat Variant BlueMotion im Test
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Deutlich länger übersetzt
Der größte Anteil am wirtschaftlichen Fahren geht auf das Konto des modifizierten Fünfgang-Schaltgetriebes. Der dritte, vierte und fünfte Gang wurden mit aufsteigenden Raten länger übersetzt, und zwar um vier, sieben und zwölf Prozent – und das bei einem Motor, der seine Leistung ohnehin in einem relativ engen Drehzahlbereich zur Verfügung stellt. So vermissen wir im Passat BlueMotion einen sechsten Gang noch mehr als im naturbelassenen Modell. VW begründet die fehlende sechste Stufe damit, dass sie auch im Basismodell nicht zu bekommen ist und dass eine derartige Modifikation mit erhöhten Kosten verbunden wäre. Die vom Display bereitgehaltenen Schaltempfehlungen sind nur etwas für unsensible Fahrer. Mit und ohne Beachtung der kleinen Hoch- und Runterschaltpfeile erzielen wir beim Verbrauch identische Werte.
600 Euro teurer gleich fĂĽnf Jahre Fahren
Der Passat BlueMotion kostet 600 Euro mehr als sein normaler Serienbruder. 0,7 Liter Diesel soll er auf 100 Kilometer sparen. Legen wir einen Kraftstoffpreis von 1,16 Euro pro Liter und eine Jahres-Kilometerleistung von 15.000 Kilometern zugrunde, müssen wir knapp fünf Jahre unterwegs sein, damit sich der Mehrpreis rechnet. Wer also nur auf die Finanzen schaut, der muss beim Passat BlueMotion langfristig denken. VW preist allerdings an, dass die hier serienmäßig verbauten Ausstattungsmerkmale Tempomat und Multifunktionsanzeige alleine schon mit 415 Euro in den Aufpreislisten stehen und die technischen Einspar-Modifikationen quasi verschenkt werden. Ob den Kunden diese Argumentation überzeugt, darf er selbst entscheiden: Ab Juni 2007 steht der Sparwagen bei den Händlern.