Euphorie am Gas

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Eine ganze Reihe von Fahrerassistenzsystemen sorgt dafür, dass die Spitzenleistung beherrschbar und nutzbar ist. Dazu zählen zum Beispiel kurventaugliches ABS und eine Wheelie-Kontrolle, die das Aufsteigen des Vorderrads beim harten Beschleunigen verhindert. Oder auch die Traktionskontrolle, damit das Hinterrad beim Gasgeben nicht durchdreht – auch nicht in Schräglage. Ebenfalls hilfreich sind verschiedene Fahrmodi: So wird im Regen-Modus die Leistungsentfaltung und die Höchstleistung begrenzt. Ein semiaktives Fahrwerk passt automatisch die Federelemente während der Fahrt an.

„Die Elektronik überwacht alle Fahreingriffe“, sagt Kuschefski. In den unteren Gängen wird die Leistung stark abgeregelt, anders wären die Maschinen kaum zu beherrschen. „Das passiert sanft, so dass der Fahrer es kaum mitbekommt.“ Dennoch sollte jeder Pilot – egal ob mit 20 oder 200 PS – seinem Fahrzeug mit Respekt gegenübertreten.

„Supersportmotorräder als Hightech-Aushängeschilder erreichen dank modernem Motorenbau und höherer Effizienz die 200-PS-Marke“, sagt Reiner Brendicke vom Industrie-Verband Motorrad (IVM). Als integralen Bestandteil der Entwicklung sieht er den intensiven Einsatz von Assistenzsystemen. Die Supersportler seien Produkte, bei denen die Industrie zeigt, was technisch möglich ist. „Die Assistenzsysteme bedeuten mehr Sicherheit und machen einen situationsangepassten Einsatz der hohen Leistung möglich.“ So lasse sich mit den Supersportlern täglich zur Arbeit fahren. „Topspeed ist heute kein Diskussionsthema mehr – was zählt, ist das Fahrverhalten.“ Die Hersteller regeln ihre Maschinen bei 299 km/h ab.