Teilchen Beschleuniger
Paradoxerweise hat die Cup-Version weniger Leistung, sie wird zugunsten längerer Haltbarkeit auf 38 PS beschränkt. Dafür verlängern sich aber auch die Service-Intervalle, was wiederum dem Budget zugute kommt. Das sollte normalen Kunden keine Angst einjagen, denn mit seinem Schmiedekolben, nikasilbeschichtetem Zylinder und zwei oben liegenden Nockenwellen verkraftet der Einzylinder – wie aus der Duke 390 bekannt – auch Drehzahlorgien klaglos, seine 44 PS erreicht er bei 9500 U/min.
Made in India
Gefertigt wird die RC 390 nicht in Mattighofen, sondern beim Miteigentümer Bajaj in Indien. Der Konzern besitzt 48 Prozent der KTM-Aktien, baut 3,8 Millionen Motorräder pro Jahr und kann in seine Heimat natürlich wesentlich kostengünstiger produzieren. Über die Qualität müsse man sich keine Sorgen machen, versichert KTM. In Mattighofen würden alle aus Indien kommenden Exemplare sorgfältig vor der Auslieferung überprüft.
In der KTM-eigenen Zubehörabteilung „Powerparts“ findet der RC 390-Fan jede Menge Teile, um seinen kleinen Liebling zu verschönern. Ein edler Akrapovic-Auspuff ist dort ebenso erhältlich wie Rennhöcker, Racing-Fußrasten, Lenkerprotektoren, höherer Windschild, Achsprotektoren, ein vorne geschlossener Bugspoiler und sogar eine Gepäcktasche.
Zwar zielt KTM mit der RC 390 auf junge Kunden ab. Wir gehen aber jede Wette ein, dass bald auch deutlich fortgeschrittene Semester vor dem kleinen Rennbike Schlange stehen werden.