Toyota Verso: Kompaktvan auf Mittelklasse-Plattform
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Fünf Motoren
Den Verso gibt es mit zwei neuen Valvematic-Benzinern und drei Dieseln mit 126, 150 und 177 PS. Nur die Selbstzünder erfüllen die Euro-5-Abgasnorm. Wir wählten den schwächsten der Selbstzünder. Er dürfte gut zu Familien passen, die damit auch weite Urlaubsreisen unternehmen. Es gibt ihn ausschließlich mit Sechsgang-Schaltung. Diese hakelt etwas, vor allem beim Einlegen der höchsten zwei Gänge. Bei der Wahl der richtigen Stufe hilft serienmäßig eine Gangwechselanzeige. Wer nicht selbst schalten mag, muss entweder den 150-PS-Diesel wählen, der serienmäßig mit einer Sechsgang-Automatik ausgestattet wird, oder den Top-Benziner, den es optional mit einem CVT-Getriebe gibt.
Der Einstiegsdiesel hat eine Leistung von 126 PS – nicht gerade viel für zwei Liter Hubraum. Bei Fiat, Opel oder Kia gibt es Diesel, die vergleichbare Leistungen aus nur 1,6 oder 1,7 Liter Hubraum holen. Auch das Drehmoment des Toyota-Diesels ist mit 310 Nm nicht viel höher als etwa im 1,6-Liter-Diesel von Fiat mit 300 Nm.
Verbrauchsgünstig
Den Verbrauch gibt Toyota mit 5,6 Liter an. Damit liegt der Diesel trotz seines großzügigen Hubraums gut. Ein vergleichbarer Touran mit 140-PS-Diesel schluckt laut VW 6,0 Liter, während der 125 PS starke Zafira 1.7 CDTI nach Herstellerangabe 5,7 Liter benötigt. Sparsamer als unser Testwagen ist nur der Golf Plus 2.0 TDI mit 140 PS und einem Verbrauch von 5,1 Liter. Unser Bordcomputer zeigte im Verso allerdings 7,4 Liter an, und das trotz großen Landstraßenanteils und einem Autobahn-Maximaltempo von nur 120 km/h.