Wiederbelebte Tradition: Gegenläufig öffnende Türen

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Im Jahr 1961 wurde diese bis dahin nicht seltene Türenart dann allerdings verboten. Ganz ohne Sinn ist der Begriff "Selbstmördertüren" nicht entstanden: Bei versehentlichem Öffnen während der Fahrt konnten die Türen vom Fahrtwind schlagartig aufgerissen werden.

So dauerte es viele Jahre, bis es gegenläufig öffnende Türen wieder in moderne Serienfahrzeuge schafften. Vor allem Rolls-Royce setzt im Zuge eines Retrotrends auf dieses Merkmal. Neben der Luxuslimousine Phantom bekommt auch der im Laufe des Jahres erscheinende kleine Bruder Ghost diesen Einstieg. Bei den zweitürigen Modellen Phantom Coupé und Phantom Drophead Coupé sind die Türen ebenfalls hinten angeschlagen.

Damit so konstruierte Autos hierzulande eine Zulassung erhalten, sind Sicherheitsvorschriften einzuhalten. So muss sichergestellt sein, dass sich die Türen während der Fahrt nicht öffnen können. Beim neuen Meriva werden sie beispielsweise ab vier km/h elektrisch verriegelt. Anders ist die Problematik beim Mazda RX-8 oder beim Mini Clubman gelöst: Hier lässt sich die hintere Tür nur aufmachen, wenn auch die vordere geöffnet ist. Beide Modelle verzichten dafür auf eine B-Säule. Doch während der Wankel-Sportler RX-8 den Fondpassagieren auf beiden Seiten den Einstieg erleichtert, gibt es beim Kombi von Mini nur auf der rechten Seite eine "Clubdoor".