iPhone-Fahrradhalterungen und Zubehör im Test
Seite 3: Fahrrad-Ladegeräte: iPhone-Akku unterwegs laden
Notstrøm von Znex
Der röhrenförmig gestaltete 10.000-mAh-Akku von Znex lässt sich gut zwischen Flaschenhalter und Rahmen befestigen und lud im Test ein leeres iPhone 8 genau 2,64 Mal, wir hatten angesichts der Kapazität mindestens 50 Prozent mehr erwartet. Mitgeliefert wird ein Peitschenkabel für Micro-USB- und USB-A-Buchse, in das man sein eigenes Ladekabel stecken kann.
Für 13 Euro extra erhält man ein zertifiziertes Lightning-Kabel, das am anderen Ende von Znex mit einem wasserdichten Stecker versehen wurde, sodass man auch mal mit dem Akku in den Regen kommen kann. Geladen wird der 290 Gramm schwere Akku seinerseits via USB-Kabel; ein Netzteil liegt nicht bei. Laden und geladen werden ist nicht gleichzeitig möglich.
+ gut zu befestigen
+ wasserfest
- zu wenig Ladungen
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 90 Euro
Voltcraft SL-11 von Conrad
Die Powerbank hat laut Hersteller eine Kapazität von 8000 mAh und konnte ein iPhone 8 im Test genau vier Mal aufladen (ein guter Wert) – allerdings in einem Rutsch immer nur bis 96 Prozent. Danach mussten wir den Ladevorgang mehrfach neu starten.
Als Besonderheit besitzt die SL-11 auf der einen Seite Solarzellen, die allerdings auch in der hellen Sonne den Lithium-Ionen-Akku kaum aufladen konnten. Auf der anderen Seite sitzen 32 LEDs (warmweiß mit rund 6250 Kelvin), die ein Zelt in der Nacht gut erhellen oder schnell alarmblinken können. Die SL-11 ist so groß wie zwei übereinanderliegende iPhones X und wiegt lediglich 235 Gramm. Als Pufferakku für den Dynamoadapter eignet sie sich nicht, weil sie nicht gleichzeitig laden und geladen werden kann.
+ viele Ladungen
+ helle Lampe
- Solarzellen unnĂĽtz
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 40 Euro
PowerPort Solar von Anker
Faltet man Ankers PowerPort Solar auseinander, kommt eine Fläche von 26 x 39 Zentimetern mit Photovoltaik-Zellen zum Vorschein. Über zwei USB-Buchsen können diverse Geräte geladen werden. Laut Hersteller stehen 21 Watt zur Verfügung, das wäre das Siebenfache eines Nabendynamos und das Vierfache des mitgelieferten Netzteils.
Im Test konnten wir aber an beiden Ports zusammen in der prallen Sonne und im optimalen Auftreffwinkel maximal 12 Watt messen. Die Ladematte brauchte bei oftmals bedecktem Himmel insgesamt eine Woche, um den Notstrøm-Akku (siehe oben, 2,64 Ladungen vom iPhone 8) vollständig zu laden. Im hellen Sonnenschein wurde ein iPhone X auch direkt geladen. Bei gleichzeitiger intensiver Benutzung langt es allerdings nur zu einer Laufzeitverlängerung.
Wer im Sommer mit seinem Rad fernab jeder Steckdose unterwegs ist, wird sich über den Solarlader trotzdem freuen, sollte dann allerdings sein iPhone nicht ständig benutzen. Man kann ihn zum Beispiel während der Fahrt über seine Packtaschen legen und eine kleine Powerbank damit füllen.
+ nutzt Sonnenenergie
+ mit Akku kombinierbar
- geringer Output
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 56 Euro
Bicycle Smart Power von Schirmer Electronic-Design
Dieses Zubehörteil bringt zwei Funktionen mit: Zum einen handelt es sich um einen Ladeadapter, der von einem Nabendynamo (ab 3 Watt) mit Wechselstrom gespeist wird und ein beliebiges Gerät via USB mit 5-Volt-Gleichstrom versorgt. Einen Akku oder großen Kondensator zur Pufferung gibt es nicht.
Zum anderen ist das mit 196 Gramm erstaunlich schwere Bicycle Smart Power eine magnetische Universalhalterung. Dazu muss man eine Platte an das iPhone oder dessen Hülle kleben. Anschließend haftet es durch die Magnetkräfte am Halter, der seinerseits mit Kabelbindern am Lenker festgezurrt wird. Leider kann man die 2,4 mm dicke Platte nicht einfach unter eine Silikonhülle schieben, weil das zu sehr aufträgt und der Magnet dann auch nicht mehr stark genug haftet.
Zur Montage muss man zwei Drähte mit denen der Lampe am Nabendynamo verdrillen. Dabei ist die Polarität für den USB-Lader egal, für die Lampen darf sie nicht verändert werden. Im Test mit einem 28-Zoll-Fahrrad mit LED-Beleuchtung und einem Shimano-Nabendynamo wurde ein iPhone X ohne Licht ab 12 km / h stabil geladen. Mit eingeschaltetem Licht mussten wir schon mindestens 18 km / h radeln. Ob der Akku tatsächlich aufgeladen oder nur die Laufzeit verlängert wird, hängt vor allem vom Tempo, aber auch vom Stromhunger des iPhones (siehe Tipp 2 auf Seite 60) ab. Im Test verlor ein iPhone X mit aktivem GPS,
Mobilfunk und Display bei einer einstündigen Fahrt ohne Licht nur zwei Prozent an Ladung. Das wären 50 statt 5 Stunden Gesamtlaufzeit.
+ Doppelfunktion
- kein Puffer
- unflexibel
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 116 Euro
USB-Werk von Busch + MĂĽller
Das USB-Werk zapft (parallel zum Radlicht) Wechselstrom vom Nabendynamo, richtet ihn gleich, puffert ihn in einem internen 1-Wh-Akku (entspricht bei 5 Volt etwa 200 mAh) und stellt ihn per USB wieder bereit. Dauerhaft stehen laut Hersteller 2,5 Watt zur VerfĂĽgung, kurzfristig bis zu 5 Watt.
Zunächst sollte man den Akku laden, das dauert bei 20 km / h etwa 10 Minuten. Dann kann man auch ein iPhone mit Strom versorgen, ohne dass an jeder Ampel oder bei kleinen Pausen eine neue Ladephase beginnt. Im Test vergingen mehrere Minuten, bis das Laden abbrach. Hatten wir die LED-Beleuchtung des Rades eingeschaltet, dauerte es bei langsamer Fahrt über 10 Minuten, bis das Ladesymbol auf dem iPhone erlosch – und dann auch bei schneller Fahrt über 18 km / h nicht wieder anging, bis wir das Licht wieder ausknipsten.
Laut Busch + MĂĽller ist das USB-Werk wasserdicht bis auf die USB-Buchse. Die Verbindung zum Lightning-Kabel sollte man bei Regen extra schĂĽtzen, etwa mit einer kleinen TĂĽte, deren zugezogene Ă–ffnung nach unten schaut. Montiert wird der Adapter, indem man seine Kabel mit denen der Radlampe am Nabendynamo verdrillt.
+ permanente Stromquelle
+ Puffer-Akku
- Licht muss aus bleiben
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 80 Euro
Luxos U von Busch + MĂĽller
Der besonders helle LED-Scheinwerfer bringt einen kleinen internen Akku und eine USB-Schnittstelle mit, an der Strom anliegt, wenn das Licht ausgeschaltet ist. Die Power reichte im Test, um ein iPhone X stabil zu laden, selbst ĂĽber Ampelstopps hinaus.
Mehr Energie liefern als der Nabendynamo hergibt (meist 3 Watt) kann der Luxos U freilich nur kurzfristig. Ab etwa 20 Kilometer pro Stunde bleibt der Ladezustand eines iPhones mit aktivem Display und GPS erhalten, ansonsten verlängert sich die Laufzeit (im Test lag der Schwund bei etwa zwei Prozentpunkten pro Stunde) – was man ja auch gerne mitnimmt.
Der Scheinwerfer besitzt einen Helligkeitssensor und schaltet bei Tag zwei grelle Zusatz-LEDs mit 20 Lux neben dem stark gedimmten Hauptlicht ein. Bei Dunkelheit leuchtet das Hauptlicht mit vollen 70 Lux und über einen beleuchteten Knopf am Lenker kann man die Zusatz-LEDs als eine Art Lichthupe betätigen – wenn der Akku geladen ist. Das Fahrlicht leuchtet bei langsamer Fahrt eher im Nahbereich, bei höherer Geschwindigkeit auch weiter voraus. Vorsicht: Wenn das Fahrrad zum Beispiel für den Transport auf dem Autodach Kopf steht, ist die Lampe nicht wasserdicht. Der Hersteller rät, sie dann in eine Plastiktüte zu wickeln. Für die USB-Buchse wird ein Stöpsel mitgeliefert.
+ toller Scheinwerfer
- lädt nur ohne Licht
- sehr teuer
Geeignet fĂĽr alle iPhones
Herstellerpreis: 189 Euro