iPhone-Fahrradhalterungen und Zubehör im Test
Seite 4: Nützliches Zubehör fürs iPhone am Fahrrad
Bluetooth-Kabelschloss Semptec (Pearl)
Mit einer zugehörigen App kann man das Semptec-Schloss bedienen. Es gibt auch eine Automatik, die den Entriegelungsmechanismus startet, sobald man mit dem gekoppelten iPhone bei aktiviertem Bluetooth in die Nähe kommt.
Zum Absperren muss man allerdings doch eine Taste drücken und sich dann mit dem iPhone entfernen oder Bluetooth ausschalten. Bei ersterem Verfahren kann man dann nicht mehr kontrollieren, ob alles sicher ist.
Zum Betrieb benötigt das Schloss drei AAA-Batterien. Macht man sich an den Schrauben von deren Fach zu schaffen, ertönt ein greller Warnton.
Die App warnt rechtzeitig, bevor diese leer sind. Unter dem Plastikschlauch steckt ein 1 Zentimeter dickes und 0,8 Meter langes Stahlseil. Gegen stumpfes Durchtrennen mit dem Bolzenschneider hilft die elektrische Sicherung nicht.
+ günstig
- wenig Komfortgewinn
- Fehlfunktions-Risiko
Geeignet für alle iPhones ab 4s
Herstellerpreis: 36,90 Euro
Bluetooth Lautsprecher My S170 von My Sounds Good (Arktis)
Den Nutzen eines Lautsprechers am Fahrrad werden viele Naturfreunde anzweifeln, besonders wenn dieser zur ungefragten Beschallung der Umwelt eingesetzt wird. Man kann ihn aber auch sinnvoll einsetzen, etwa um Navigationsanweisungen laut zu hören, während das iPhone in der Tasche bleibt.
Der My S170 bringt auch ein Mikrofon mit und lässt sich somit sogar als Freisprecheinrichtung für alle iPhones mit Bluetooth ab 4.0 einsetzen. Der Mono-Lautsprecher klingt schön laut und klar, aber natürlich bassarm. Die Mikrofonqualität ist noch o.k., wird aber mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit schlechter. Per Sprachbefehl kann man auch Siri Kommandos geben, allerdings nicht ohne dies am iPhone selbst auszulösen – „Hey Siri“ funktioniert nicht am Lautsprecher.
Der My S170 wird mit einem geschraubten Halter am Lenker befestigt und kann dort die Klingel verdrängen, denn er kann selbst auf Knopfdruck „Ring, Ring“ machen. Wasserbeständig ist er leider nicht. Der fest eingebaute 700-mAh-Akku wird per USB-Kabel geladen (Netzteil fehlt) und soll bis zu vier Stunden durchhalten.
+ klarer Sound
+ Freisprecheinrichtung
- kein „Hey Siri“
Geeignet für alle iPhone ab 4s
Herstellerpreis: 22,90 Euro
Lumos Helmet von Lumos
Der mit 48 LEDs bestückte Fahrradhelm soll mehr Sicherheit beim Radeln bringen. 22 gelbe Lämpchen fungieren als Blinker, 16 rote und 10 weiße Leuchten dienen schlicht als zusätzliche Beleuchtung bei Nacht. Außerdem arbeiten einige als (noch experimentelles) Bremslicht, das über einen Beschleunigungssensor in der Lenkerfernbedienung angesteuert wird. Mit ihr aktiviert man auch die Blinker. Ersatzweise kann man auch die Apple Watch am Arm nach links oder oben schwenken um zu blinken, respektive die Uhr zum Abstellen kurz schütteln.
Die zugehörige iPhone-App zeichnet den gefahrenen Weg auf und übermittelt die Daten an Apples Health oder Strava. Außerdem zeigt sie den Ladezustand des Helm-Akkus an, den man über ein USB-Kabel lädt. Im Test waren die Lämpchen tagsüber kaum zu erkennen, sodass der Lumos Helmet vor allem nachts seinen Zweck erfüllt. Die Universalgröße passt von 54 bis 62 Zentimeter Kopfumfang.
+ mehr Sicherheit
- nur Nachts erkennbar
- teuer
Geeignet für alle iPhones
Herstellerpreis: 180 Euro
Fahrrad Finder von TrackerID (Pearl)
Beim Fahrrad Finder handelt es sich um einen als Flaschenhalter getarnten GPS-Tracker, der das Orten eines gestohlenen Fahrrads erlaubt. Für die Mobilfunk-Verbindung braucht man zusätzlich eine Prepaid-Karte mit mindestens einem 5-MByte-Datenpaket (ab 10 Euro, etwa bei Blau).
Neben integrierten GPS- und GSM-Modulen gehört zum Gerät ein Knopfzellen-gespeister Bluetooth-Schlüsselanhänger, der den Tracker zehn Sekunden nach Verbindungsabbruch scharf schaltet – mit dem iPhone selbst geht das leider nicht.
Ein Sensor reagiert fortan auf Erschütterungen und sendet nach 20 Sekunden in Bewegung eine Nachricht ans iPhone. Nun kann die leider recht sperrige App ihn orten, was im Test funktionierte und die genaue Lokalisierung erlaubte.
Der Akku des Trackers soll im Standby sechs Monate durchhalten, im Alarmfall aber nur 24 Stunden. Man muss also schnell reagieren.
+ genaues Tracking
- kurze Ortungsphase
- verbesserungsfähige App
Geeignet für alle iPhones
Herstellerpreis: 69,90 Euro
Fahrrad Starterpaket von Arktis
Das nur 35 Euro teure Starterpaket enthält drei nützliche Teile. Ein Universalhalter klemmt ein beliebiges iPhone ein und lässt mit etwas Gefummel auch die Durchführung eines Lightning-Kabels zu. Die seitlichen Zangen störten allerdings beim Tippen. Bei großen Telefonen wird die Sache etwas zu kopflastig, deshalb legt Arktis noch ein vom Nutzer zu montierendes Gummibandsystem bei, mit dem das iPhone mittiger aufliegt. Die Ecken des iPhone X werden dann leicht verdeckt. Durch den robusten Mechanismus mit Schraubklemme hielt das nicht sonderlich hübsche Konstrukt im Test recht stabil am Lenker.
Zum zweiten findet sich ein runder Lithium-Ionen-Akku mit 5000 mAh in dem Kit, der als (ziemlich trübe) Taschenlampe fungieren kann und nicht wasserfest ist. Er lud im Test ein iPhone 8 1,7 Mal und hielt mit einer Gummilasche am Lenker. Beide Teile verbindet ein 50 cm langes, zertifiziertes USB-auf-Lightning-Kabel, das als Drittes beiliegt. Geladen wird der Akku über ein weiteres USB-Kabel, ein Netzteil fehlt.
+ komplettes Set
- eher für kleine iPhones (SE)
- wenig elegant
Geeignet für alle iPhones ab 4s
Herstellerpreis: 35 Euro
(lbe)