Schneller Wechsel
Seite 6: Niederlande und Ă–sterreich
Niederlande
Für den Urlaub in den Niederlanden besorgt man sich am einfachsten eine Vodafone-Prepaid-Karte. Der dortige Ableger des Kommunikationskonzerns verkauft sie zum Preis von 10 Euro (mitsamt 5 Euro Guthaben), bei einer Registrierung auf der Vodafone-Webseite erhält man ein zusätzliches Guthaben von 5 Euro. Eine Lieferung des online bestellbaren Pakets „Z11 Sim Only“ nach Deutschland ist nicht möglich – Vodafone-Stände findet man etwa in den weitverbreiteten AH-Supermärkten. Aufladekarten gibt es etwa bei Tankstellen oder in Drogerien und Videotheken.
Die Karten können auch mit deutschen Vouchers aufgeladen werden. Auf die Karte bucht man per SMS die „BloX“-Option für 9,50 Euro pro Monat; die Option wird nicht automatisch verlängert. Den Datenverbrauch beschränkt Vodafone „auf das Zehnfache des Durchschnitts aller User“ – wie viel das ist, verschweigt der Provider jedoch.
Aldi-Fans können ihre Prepaid-Karte auch beim Lieblings-Discounter einkaufen. Aldi respektive Medionmobile nutzt das Netz der KPN, die Geschwindigkeit ist auf 384 kBit/s im Download beschränkt. Die Tages-Flatrate kostet 3 Euro, nach dem Verbrauch von 100 MByte wird der Zugang gekappt. Einen längeren Zeitraum deckt die Monats-Flatrate für 8 Euro ab, der Verbrauch ist hier auf 250 MByte beschränkt. Das Startpaket kostet 10 Euro.
Ă–sterreich
Das Alpenland Österreich gehört zu den Ländern mit den europaweit geringsten Kosten für den mobilen Netzzugang und für Telefonie – einen großen Teil des Umsatzes generieren die dortigen Mobilfunkanbieter über Urlauber und durchreisende Italienbesucher. Teilweise liegen die Telefonkosten für den Endkunden unter den Terminierungskosten, die die Netzbetreiber sich gegenseitig in Rechnung stellen. Auch als Urlauber kann man davon profitieren – und das nicht nur in Österreich.
Das offizielle Angebot der Hutchinson-Gruppe, die wie üblich unter dem Markennamen „3“ auftritt, ist für Interessenten an einer üblichen SIM-Karte erst auf den zweiten Blick spannend: Das 50 Euro teure Internet-ToGo-Paket enthält zwar ein innerhalb von vier Monaten zu verbrauchendes Guthaben von 2 GByte, aber auch einen möglicherweise nicht benötigten USB-Surfstick. Nach dem Verbrauch des Volumens kostet das Surfen 2 Cent pro MByte. Telefonieren ist mit der SIM-Karte nicht möglich; wer den USB-Stick nicht braucht, verkauft ihn später einfach. Das Datenvolumen lässt sich nicht nur in Österreich verbrauchen: In den 3-Netzen in Italien, Großbritannien, Irland, Dänemark, Schweden und Australien surft man mit der Karte zu den gleichen Konditionen. 3 verschickt das Päckchen mit dem Stick und der SIM-Karte nicht ins Ausland, man muss es sich etwa auf dem Weg nach Italien in einem 3-Shop besorgen.
Die Telefonie-Prepaid-Karte von 3 nennt sich ReLoad Extreme, sie ist ebenfalls für Reisen in den oben genannten Ländern interessant, da dort die gleichen Gebühren anfallen wie in Österreich; auch für ankommende Gespräche zahlt man keine Strafgebühren. Für 3 Euro pro Monat bekommt man ein Datenpaket von 100 MByte – größere Pakete sind nicht verfügbar.
Wer das mobile Internet nur in Österreich braucht und keinen Sufstick benötigt, sollte sich die Tarife des Orange-Discounters yesss! anschauen: Das Starter-Set Mobiles Internet mit einem Volumen von einem GByte kostet 10 Euro, es ist 12 Monate gültig. Wer den Zugang nur einen Monat lang benötigt, kann direkt nach dem Kauf telefonisch die Power-Option aktivieren: Damit verkürzt man die Laufzeit auf einen Monat und erhält dafür das doppelte Datenvolumen. yesss!-Karten sind beim Discounter Hofer (Aldi Österreich) erhältlich.