Schneller Wechsel

Seite 9: TĂĽrkei und USA

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Wer einen längeren Türkei-Aufenthalt plant, sollte Handy oder Surfstick bei einem Türkcell-Shop unter Vorlage des Kaufbelegs registrieren lassen – nach spätestens 30 Tagen sperren die türkischen Netzbetreiber das Funkgerät sonst anhand der IMEI aus ihren Netzen aus. Das gilt auch bei Nutzung einer türkischen Prepaid-Karte. Ob das eigene Handy von einem vergangenen Aufenthalt bereits gesperrt ist, kann man über eine Online-Abfrage erfahren. Die Einreisebestimmungen der Türkei sehen vor, dass man pro Jahr nur ein Mobilfunkgerät in das Land einführen darf – wenn man einen UMTS-Stick für das Notebook und ein Smartphone dabei hat, verstößt man demnach bereits gegen diese Bestimmung.

Der Erwerb einer SIM-Karte ist dagegen fast schon einfach, sie sind an sprichwörtlich „jeder Ecke“ erhältlich. Eine Türkcell-Karte kostet 32 Türkische Lira (16 Euro), darin enthalten ist ein Guthaben von 20 Lira (10 Euro). Die Datenoptionen aktiviert man per SMS an die Kurzwahl 2400, der Text "AYLIK 1 GB 53XXXXXXXX" (53XXXXXXXX ist die eigene Rufnummer) schaltet die 29 Lira (knapp 15 Euro) teure 1-GByte-Option für einen Monat frei. Mit einer SMS mit dem Text "Kalan" an die Rufnummer 2260 fragt man das unverbrauchte Datenvolumen ab.

Die USA sind eines der wenigen Länder, in denen man für ankommende Anrufe und SMS-Nachrichten zahlen muss. Mit T-Mobiles webConnect SIM only Kit hat man dieses Problem nicht, denn das 10 US-Dollar (7,50 Euro) teure Starterpaket lässt keine Telefongespräche zu. Es kann mit einem „Mobile Broadband Pass“ aufgeladen werden – 100 MByte pro Woche kosten 10 Dollar. Wer länger in den USA verweilt, greift zu den einen Monat laufenden Pässen für 30 oder 50 US-Dollar; diese enthalten 300 MByte beziehungsweise 1 GByte Datenvolumen. Weiterhin gibt es eine Tages-Flatrate für 1,50 Dollar. Das Passwort für den Zugang zur T-Mobile-Webseite schickt der Netzbetreiber per SMS.

Ăśber den Shop-Finder von AT&T stellt man schnell fest, dass man eine Filiale des Netzbetreibers wohl auch ohne Internet-Hilfe finden wird.

Eine bessere Netzabdeckung hat AT&T. Eine SIM-Karte des Anbieters kostet 20 US-Dollar, zwei Tarife stehen zur Auswahl: 250 MByte pro Monat für 15 Dollar oder 2 GByte pro Monat für 25 Dollar. AT&T-Shops sind über einen Store-Locator zu finden; in den Stadtzentren braucht man diese Hilfe aber gar nicht. Man sollte darauf achten, eine 3G-fähige Karte zu erhalten und darauf den Tarif „Pay As You Go Unlimited Talk“ zu buchen. Die Aktivierung der Karte erledigt man gleich im Laden. Wenn man gleich einen größeren Betrag auf die Karte lädt, so erlassen einem die Mitarbeiter in den Shops angeblich die Gebühr für die Karte – einfach mal nachfragen. Zur Anmeldung und Aktivierung benötigt man jedoch eine örtliche (Hotel)-Adresse und eine amerikanische Kreditkarte – Prepaid-Kreditkarte, auch als Gift-Cards bezeichnet, sind gegen Bargeld bei den Banken erhältlich.

Der Webshop USASims.com liefert amerikanische SIM-Karten auch nach Deutschland. Er hat nicht nur die Karten der Netzbetreiber im Angebot, sondern auch einige preislich interessante Reseller – allerdings muss man hier darauf achten, eine datenfähige Karte auszuwählen.

  1. Christian Wölbert, Reiko Kaps, Freizügig, Per Handy mit dem Notebook ins Internet, heise mobil 2010
  2. Jörg Wirtgen, Funktafel, Das Apple iPad 3G mit UMTS im Test, www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2010/12/56_kiosk
  3. Länderliste auf heise mobil: www.heise.de/mobil/laenderliste

(ll)