iPhone, iPad, Mac & Co im Ausland billiger kaufen

Seite 2: Apple-Produkte auĂźerhalb der EU kaufen

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In der Schweiz ließen sich bei einem iPad Pro rund 87 Euro sparen, beim iPhone X 122 Euro und beim MacBook Pro 13" über 231 Euro. Man muss beim Kauf allerdings darauf achten, eine normal- und nicht die schweizer-deutsche Tastatur zu bekommen. Solche Geräte dürften nicht in jedem eidgenössischen Apple-Laden vorrätig sein.

Die Schweiz zählt freilich nicht zur EU, weshalb bei der Einreise in Deutschland ab einem Wert von 300 Euro (430 Euro bei Flug- oder Schiffsreise) Abgaben auf den gesamten Kaufpreis (inklusive in der Schweiz gezahlter Steuern) zu entrichten sind. Diese betragen bis insgesamt 700 Euro Einkaufswert pro Person gemäß dem pauschalisierten Abgabesatz 17,5 Prozent und enthalten Steuer und Zölle. Übersteigen die Reisemitbringsel den Wert von 700 Euro, werden an unseren Grenzen die 19-prozentige Einfuhrumsatzsteuer und eventuelle Zölle fällig (siehe vorausgehende Tabelle). Laptops, Tablets und Handys sind allerdings zollfrei.

Kommen wir zum Mutterland des Apple-Konzerns, in dem die Macs mit unerhört niedrigen Preisen ausgewiesen werden. Apple gibt allerdings nur die Nettopreise an, da die Steuern in jedem Bundesstaat, jedem County und sogar jeder Stadt schwanken können.

Um die tatsächlichen Endverkaufspreise in den US-Läden zu erfahren, kann man sich mit einem Kniff im Online-Store die nötige Auskunft holen: Suchen Sie sich ein Produkt aus (2 x „Select“) und legen es in den Warenkorb („Add to Bag“). Dann erscheint unten rechts über der Gesamtsumme die Zeile „Estimated Tax“. Nach einem Klick auf „Edit“ können Sie nun eine Postleitzahl eingeben, zum Beispiel „10001“ für New York. Klicken Sie auf „Calculate“, erscheint die dort fällige Steuer (Sales Tax). Für Manhattan sind es 8,88 Prozent. In New Hampshire, Montana und Delaware fallen überhaupt keine Steuern an, in Arkansas liegt der Satz bei 11,625 Prozent.

In den USA lassen sich MacBooks auch mit deutscher Tastatur bestellen.

Kauft man im New Yorker Apple Store ein, spart man beim iPad Pro rund 160 Euro, beim iPhone X fast 231 und beim MacBook Pro 13" 307 Euro.

Auch in den USA kann man ein deutsches Keyboard bekommen, allerdings nur bei Online-Bestellungen. Die Lieferzeit für ein MacBook mit deutscher Tastatur lag zum Testzeitpunkt bei 6 bis 12 Tagen. Hier müsste man eventuell die Ware vor Reiseantritt bestellen und sie sich in seine Unterkunft schicken lassen – oder dann im Apple-Laden vor Ort abholen.

Bei der Einreise nach Deutschland sind iPhone, iPad und Macs zwar zollfrei, unterliegen aber den gleichen Abgaben wie bei der Rückkehr aus der Schweiz. Die Sales Tax erhält man von den deutschen Behörden nicht zurück. Obendrein muss man auf sie sogar auch noch hiesige Steuern zahlen, wenn man über der Freigrenze angekommen ist. Das iPhone X und das MacBook 13" wären damit für einen ehrlichen Bürger aber immer noch etwas billiger als sie bei Apple in Deutschland zu kaufen, Dritt-Händler bieten die Geräte teils aber auch hierzulande günstiger an.

In Kanada werden Apple-Produkte ebenfalls netto ausgepreist und kosten ähnlich viel (respektive wenig) wie in den USA. Beim Einkauf in Montreal wäre das MacBook Pro, iPad Pro und iPhone X aber teurer als in New York. Im Unterschied zu den USA und UK kann man dort aber keine deutsche Tastatur bestellen. Gleiches gilt für Hongkong, wo MacBook und iPad am günstigsten sind; ein iPhone ist nur in New York billiger.

Wer meint, er könne einer Kontrolle beim Zoll einfach deshalb gelassen entgegensehen, weil er die Packungen der Geräte entsorgt und sich die Quittungen per Brief zugeschickt hat, der sei gewarnt: Ist das Gerät noch unbenutzt, wird es kaum schon bei der Hinfahrt zum Reisegepäck gehört haben.

Außerdem könnten besonders gewiefte Zollbeamte die Seriennummer auf Apples Webseite „checkcoverage“ eingeben und dort erfahren, wie lange die zwölfmonatige Garantie noch gilt. Ein Jahr vorher lag das Kaufdatum. War das zum Beispiel erst zwei Tage her, zahlt man nicht nur die Einfuhrumsatzsteuer nach, sondern den gleichen Betrag noch einmal obendrauf als Strafe. Bei einem Warenwert über 700 Euro kassiert man auf jeden Fall eine Anzeige wegen versuchter Steuerhinterziehung.

Apples Webseite Checkcoverage gibt jedem Auskunft über Garantieansprüche – und damit über das Kaufdatum.