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Kabel-Internettarife

Kabel-Tarifvergleich der wichtigsten Anbieter mit Verfügbarkeits-Check

Kabel-Internet ermöglicht hohe Downloadraten bis in den Gigabit-Bereich und ist damit eine Alternative zu DSL und Glasfaser. Der heise Tarifrechner zeigt, welche Kabel-Tarife am eigenen Standort verfügbar sind und erleichtert den Vergleich von Geschwindigkeit, Kosten und Vertragsbedingungen.

Angebote für Kabel-Internet im Vergleich

Auf den Punkt gebracht
  • Kabel-Internet nutzt für die letzten Meter bis zum Wohnungs- oder Hausanschluss in der Regel das Koaxialkabel des TV-Kabelnetzes
  • Mit dem Standard DOCSIS 3.1 sind Downloadraten im Gigabit-Bereich möglich
  • Die verfügbare Geschwindigkeit kann bei starker Auslastung im jeweiligen Netzsegment negativ beeinflusst werden
  • Kabel-Tarife bieten häufig deutlich mehr Bandbreite als DSL-Tarife

So funktioniert das Internet über Kabel

Kabel-Internet überträgt Daten über das ursprünglich für Fernsehen und Radio aufgebaute Breitbandkabelnetz. Für schnelle Kabelanschlüsse kommt vor allem der Übertragungsstandard DOCSIS zum Einsatz. Bei DOCSIS 3.1 verläuft die Verbindung zwischen Netzbetreiber und Anschluss nicht vollständig über Koaxialkabel. Glasfaser reicht üblicherweise bis zu einem Netzknoten oder Verzweiger. Erst die verbleibende Strecke bis zum Anschluss wird über Koaxialkabel überbrückt.

In der Wohnung benötigt man einen geeigneten Kabelanschluss und ein Kabelmodem beziehungsweise einen Kabelrouter. Ein reiner DSL-Router lässt sich nicht direkt als Kabelmodem verwenden. Entsprechende Kombiprodukte gibt es unter anderem vom Fritzbox-Hersteller AVM. Diese Modelle sind bei den meisten Kabelanbietern zubuchbar.

Schneller als DSL: Kabel-Internet

Internet über das Kabelnetz eignet sich besonders, wenn eine hohe Downloadrate benötigt wird und beispielsweise keine Glasfaseranbieter verfügbar sind. Bei DSL ist bei maximal 250 Mbit/s (Super-Vectoring) Schluss, mit dem Kabelstandard DOCSIS 3.1 sind dagegen Datenraten von mehr als 1.000 Mbit/s möglich. Welche Geschwindigkeit tatsächlich gebucht werden kann, hängt vom Ausbau an der jeweiligen Adresse und vom verfügbaren Tarif ab.

Beim Upload liegt die Datenrate von Kabel-Tarifen häufig deutlich unter dem Download. Das ist beispielsweise relevant, wenn regelmäßig große Dateien in eine Cloud übertragen, umfangreiche Backups hochgeladen oder eigene Videoinhalte gestreamt werden. Beim Vergleich sollte man deshalb nicht nur auf die maximale Downloadrate achten. Höhere Upload-Raten sind meist nur in den teureren Tarifen enthalten.

Für normales Surfen, Videostreaming und alltägliche Anwendungen ist ein Gigabit-Anschluss in vielen Haushalten nicht erforderlich. Eine hohe Bandbreite wird interessanter, wenn mehrere Personen gleichzeitig datenintensive Anwendungen nutzen oder besonders schnelle Downloads benötigt werden. 

Shared Medium: Wird Kabel-Internet bei hoher Auslastung langsamer?

Kabelnetze sind in Segmente aufgeteilt. Innerhalb eines solchen Netzabschnitts werden Übertragungskapazitäten von mehreren Anschlüssen/Haushalten gemeinsam genutzt. Bei hoher gleichzeitiger Auslastung – meist nach Feierabend oder bei einem sportlichen TV-Großereignis – kann deshalb die verfügbare Datenrate eines einzelnen Anschlusses sinken.

Der Begriff „Shared Medium“ ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal von Kabel-Internet. Auch andere Zugangstechniken teilen Netzkapazitäten an bestimmten Stellen. Beim Kabelanschluss kann sich eine hohe Auslastung des lokalen Segments jedoch unmittelbar auf die verfügbare Bandbreite auswirken.

Eine hohe gebuchte Maximalgeschwindigkeit garantiert daher nicht, dass diese Datenrate jederzeit vollständig zur Verfügung steht. 

Kabel-Internet, DSL, Glasfaser oder Mobilfunk?

Welche Zugangstechnik am besten passt, hängt von der Verfügbarkeit und der individuellen Nutzung ab. Kabel-Internet ist vor allem wegen hoher Downloadraten interessant. DSL ist weit verbreitet und erreicht mit VDSL je nach Anschluss ebenfalls relativ hohe Datenraten. Glasfaser bietet ein besonders großes Potenzial für hohe Download- und Upload-Raten und ist zukunftssicherer als beispielsweise DSL. LTE und 5G kommen infrage, wenn kein geeigneter Festnetzanschluss vorhanden ist oder eine flexible Alternative benötigt wird – beispielsweise um die Zeit bis zur Schaltung des Festnetzvertrags nach Umzug zu überbrücken.

TechnikTypische StärkeEinschränkung
Kabel-InternetSehr hohe Downloadraten bis in den Gigabit-BereichLeistung kann von der Auslastung des Netzsegments beeinflusst werden
DSL/VDSLHohe Verfügbarkeit und etablierte InfrastrukturDatenrate hängt unter anderem von Leitung und Entfernung zum Verteiler ab
GlasfaserSehr hohe Download- und Upload-RatenNoch nicht an jeder Adresse verfügbar
MobilfunkFlexibel über LTE oder 5G nutzbarLeistung hängt von Funkversorgung und Netzauslastung ab
Häufige Fragen zu Kabel-Internet
Wie schnell ist Kabel-Internet?
Mit DOCSIS 3.1 sind Downloadraten im Gigabit-Bereich und darüber möglich. Welche Geschwindigkeit an einer bestimmten Adresse verfügbar ist, hängt vom Netzausbau und vom angebotenen Kabel-Tarif ab.
Was ist DOCSIS 3.1?
DOCSIS 3.1 ist ein Übertragungsstandard für Internet über Kabelnetze. Er ermöglicht hohe Datenraten über die Koaxialstrecke zwischen dem Kabelnetz und dem Anschluss beim Endkunden.
Warum wird Kabel-Internet abends langsamer?
Mehrere Anschlüsse nutzen Kapazitäten innerhalb eines Kabelnetzsegments. Steigt die gleichzeitige Nutzung stark an, kann die verfügbare Datenrate einzelner Anschlüsse sinken. Wie stark dieser Effekt ausfällt, hängt von der lokalen Netzauslastung und dem Ausbau des Segments ab.
Braucht man für Kabel-Internet einen speziellen Router?
Für den direkten Anschluss an das Kabelnetz benötigt man ein geeignetes Kabelmodem oder einen Kabelrouter. Ein reiner DSL-Router kann diese Aufgabe nicht übernehmen.
Ist Kabel-Internet dasselbe wie Glasfaser?
Nein. Bei einem klassischen Kabelanschluss nach DOCSIS verläuft die letzte Strecke zum Endkunden über Koaxialkabel. Bei FTTH reicht die Glasfaser dagegen bis ins Haus beziehungsweise in die Wohnung.
Kann man Kabel-Internet ohne Kabelfernsehen nutzen?
Ein Internetanschluss über das Kabelnetz setzt keinen kostenpflichtigen TV-Tarif voraus. Entscheidend ist, dass die technische Infrastruktur für Kabel-Internet an der Adresse vorhanden und nutzbar ist.
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