Mittwoch: Verbot vernetzter Autos aus China & Russland, Googeln weniger populär
Autos als Sicherheitsrisiko + Google-Suche verliert Nutzer + Plattenlabel verlieren gegen Vimeo + Schneefegen von Solaranlagen + Bedenken an ePA + Bit-Rauschen
(Bild: metamorworks/Shutterstock.com)
Vernetzte Autos können für Überwachungen missbraucht und aus der Ferne sabotiert werden. Den USA missfällt es, wenn China und Russland die Hand am Schalter haben. Deshalb werden Fahrzeuge dieser Herkunft künftig verboten. Es gibt aber Ausnahmen und das Verbot wird erst in einigen Jahren wirksam. Derweil scheint die Dominanz Googles unter den Suchmaschinen langsam zu bröckeln. Erstmals seit Anfang 2015 nutzen mehr als einer von zehn Internet-Nutzern eine andere Suchmaschine als Google. Zuvor lag der Marktanteil von Google bei 90 bis 92 Prozent, zuletzt ist dieser unter 90 Prozent gesunken. Um Internet-Videos geht es vor einem US-Gericht. Seit 2009 versuchen Plattenlabel, Vimeo für Videos mit unlizenzierter Musik haftbar zu machen. Die Rechteinhaber sind jedoch erneut gescheitert, denn die Kläger konnten nicht nachweisen, dass Vimeo-Mitarbeiter wissentlich Copyright-Verletzungen ignoriert haben – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Videos by heise
Die US-Regierung verbietet vernetzte Automobile mit Bezug zur Volksrepublik China oder der Russischen Föderation. Gründe sind die Datensammelei und die Abhängigkeit vom jeweiligen Hersteller. Auf diese Weise bedrohen vernetzte Autos die Nationale Sicherheit, was allerdings nur hinsichtlich Fahrzeugen aus den beiden genannten Ländern thematisiert wird. Umgekehrt gelten in China für bestimmte ausländische vernetzte Autos, darunter Teslas, schon länger Fahrverbote in sensiblen Gebieten. In den USA gilt das Verbot aber nicht sofort und nicht für alle Kfz. Es gibt jahrelange Vorlaufzeiten und Ausnahmen: USA verbieten vernetzte Autos chinesischer und russischer Herkunft.
Google gilt als Synonym fĂĽr Online-Suchmaschinen und dominiert diesen Markt seit vielen Jahren mit ĂĽber 90 Prozent Marktanteil. Doch zuletzt sind laut aktueller Statistiken mehr Internet-Nutzer als in den letzten zehn Jahren zu anderen Suchmaschinen gewechselt. In den letzten drei Monaten des Vorjahres sind die Marktanteile des MarktfĂĽhrers erstmals seit Anfang 2015 unter 90 Prozent geblieben. So lag der Anteil Googles unter den weltweit genutzten Suchmaschinen im letzten Quartal des Jahres 2024 konstant zwischen 89,34 und 89,99 Prozent. Es handelt sich also nicht mehr nur um einen einmonatigen AusreiĂźer, Beobachter gehen von einem Trend aus: Googles Marktanteile bei Internet-Suche erstmals in 10 Jahren unter 90 Prozent.
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Videohoster Vimeo haftet nicht für Copyright-Verletzungen seiner Nutzer. Das hat ein US-Bundesberufungsgericht nun zum zweiten Mal entschieden. Mehrere Plattenlabel haben Vimeo Ende 2009 verklagt, der Prozess zieht sich also schon länger als 15 Jahre. Das erste Mal sind die Rechteinhaber mit unhaltbarer juristischer Argumentation gescheitert. Diesmal konnten sie nicht beweisen, dass Vimeo-Mitarbeiter von sich aus wussten, dass konkrete Videos rechtsverletzend waren. Es reicht nämlich nicht, wenn Vimeo weiß, dass es auch unzulässige Videos hostet, wenn nicht klar ist, welche der vielen Videos betroffen sind von Verletzungen des Copyrights: Vimeo gewinnt erneut gegen Plattenlabel.
Im Winter ist gelegentlich damit zu rechnen, dass es schneit. Wer Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung betreibt, erleidet durch zugeschneite Panele einen Minderertrag. Rechnen sich jedoch Maßnahmen, um die Solarpaneele von der weißen Pracht zu befreien? Eine anekdotische Prüfung anhand von Solarpanelen für ein Balkonkraftwerk zeigt, dass es einen Unterschied macht, ob die Solarpanele verschneit sind oder nicht. Zwar gibt es ein gutes Gefühl, wenn wenigstens die Beleuchtung oder der Kühlschrank im Haus eine Zeit lang mit selbst erzeugtem Strom betrieben werden. Allerdings ist solch eine Schneeräumung nicht unbedingt unbedenklich für die Paneele der Balkonkraftwerke: Lohnt sich Schneefegen?
Nachdem Bianca Kastl und Martin Tschirsich auf dem 38. Chaos Communication Congress erhebliche Sicherheitslücken bei der elektronischen Patientenakte (ePA) demonstriert haben, die den Vollzugriff auf Akten aller 70 Millionen gesetzlich Versicherten ermöglicht hätten, wachsen Bedenken zum Start der ePA 3.0. Darum haben Vertreter aus der Zivilgesellschaft einen offenen Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach verfasst, in dem sie unter anderem fordern, sich am Entwicklungsprozess der ePA einbringen zu dürfen. In Bezug auf den ePA-Start heißt es in dem offenen Brief zur elektronischen Patientenakte: "Wir haben erhebliche Bedenken".
Traditionell startet die IT-Branche mit der CES in Las Vegas ins neue Jahr. Es gab spannende Neuigkeiten, vor allem von Nvidia: Nicht nur 2300-Euro-Grafikkarten mit GeForce RTX 5090, sondern auch erste Hinweise auf einen kräftigen ARM-Chip für Windows-PCs. AMD kündigte die Radeon RX 9070 XT sowie den 3D-starken Mobilprozessor Ryzen AI Max+ 395 an, dessen Aufbau an Apples M-Pro-Chips erinnert. Intel brachte die 65-Watt-Versionen des Core Ultra 200 (Arrow Lake) für Desktop-PCs und auch Mobilversionen davon. In vielen neuen Mini-PCs kommen die neuen Notebook-Chips schon zum Einsatz. Über die wichtigsten Produkte sprechen wir im Bit-Rauschen, dem Prozessor-Podcast: Chip-Highlights der CES 2025.
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Auch noch wichtig:
- Banken nutzen KĂĽnstliche Intelligenz bereits in vielen Bereichen. Rund 200.000 Jobs dĂĽrften dadurch in den kommenden Jahren wegfallen, so eine Analyse: Banken ersetzen 200.000 Mitarbeitende durch KI.
- Dem wichtigsten europäischen Weltraumteleskop geht der Treibstoff aus, am Mittwoch sammelt es letztmals Daten. Forschungsdaten gibt es aber noch für Jahre, obwohl der Treibstoff alle ist: Bahnbrechendes Weltraumteleskop Gaia kurz vor dem Ruhestand.
- Unermüdliche Programmierer fahnden ständig nach Plattformen und Geräten, auf die "Doom" noch nicht portiert wurde. Nun wurde "Doom" als PDF umgesetzt: "Doom" läuft als PDF mit 12 Bildern pro Sekunde.
- Tesla sieht trotz Absatzkrise auf dem deutschen Elektroauto-Markt Chancen fĂĽr sein ĂĽberarbeitetes Model Y und nimmt die Fertigung in GrĂĽnheide auf fĂĽr dieses E-Auto: Tesla nimmt Fertigung des ĂĽberarbeiteten Model Y im Werk GrĂĽnheide auf.
- Mit Anexia wendet sich ein weiterer Kunde von Broadcom ab. Dieser spart sich das Geld fĂĽr VMware-Lizenzen und hostet seine 12.000 virtuellen Maschinen selbst. Damit ist die Firma weg von VMware: Anexia hostet 12.000 VMs mit Open-Source-Hypervisor selbst.
- Geldinstitute mĂĽssen ihre Kommunikation speichern. Manche Mitarbeiter unterlaufen das. Acht Geldinstitute zahlen 63 Millionen US-Dollar Strafe: Investmentfirmen zahlen Millionenstrafe fĂĽr Whatsapp-Einsatz.
- Vor zwei Jahren hat Elon Musk mit Twitter ein einflussreiches soziales Netzwerk gekauft. Die Bilanz ist gemischt. Möglicherweise könnte bald das nächste folgen: Vor Verbot prüft China angeblich Verkauf von TikToks US-Geschäft an Elon Musk.
- Eine Gruppe unbezahlter Software-Entwickler hat einen neuen Patch für das Rollenspiel "Neverwinter Nights" veröffentlicht – 23 Jahre nach dem Release: Neuer Patch für "Neverwinter Nights" nach 23 Jahren – von "unbezahlten Entwicklern".
- Wann bringt Apple neue Geräte fürs smarte Heim? Ein bekannter Journalist hat neue Termine vernommen, enttäuscht aber bei einem Gerät: Neues Home-Gerät von Apple angeblich später, Termin für neues Apple TV steht.
- Die neue DJI Flip ist DJIs erste Drohne mit faltbarem, vollflächigem Propellerschutz. Dies soll für "ultimative Flugsicherheit" sorgen: Vlogger-Drohne DJI Flip mit vollem Propellerschutz.
- Bluesky ist zuletzt stark gewachsen, den versprochenen Schutz vor einer Übernahme wie bei Twitter gibt es aber bislang nicht. Das soll sich bald ändern: "Free Our Feeds" will Bluesky und soziale Netze sicher vor Milliardären machen.
(fds)