E-Auto-Prämie in Gefahr: Hyundai befürchtet Schwächung seines US-Geschäfts

Hyundai stellt sich auf schwächeres Wachstum 2025 ein. US-Präsident Donald Trump erwägt die Streichung unter anderem von Subventionen für Elektroautos.

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Hyundai Genesis GV70

Hyundai Genesis GV70 (Test)

(Bild: Florian Pillau)

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Hyundai stellt sich nach einem Rekordumsatz im vergangenen Jahr auf womöglich schwächeres Wachstum 2025 ein. Als wichtigsten Grund dafür nannte der Autohersteller Unsicherheiten wegen der neuen US-Regierung. US-Präsident Donald Trump erwägt die Streichung unter anderem von Subventionen für E-Autos. Das wäre ein schwerer Schlag für Hyundai. Der Hersteller ist zusammen mit seiner Tochtermarke Kia die Nummer zwei der beliebtesten E-Auto-Marken in den USA.

Im vergangenen Quartal lief es durchwachsen, Hyundai fuhr zwar ein Umsatzplus von zwölf Prozent ein, jedoch musste der Konzern in seiner Autosparte wegen höherer Kosten Verdiensteinbußen hinnehmen: Das operative Ergebnis sank dadurch in den drei Monaten konzernweit um 17 Prozent auf 2,8 Billionen Won (ca 1,9 Mrd.  Euro). Analysten hatten im Schnitt mit 3,4 Milliarden Won gerechnet.

Im Gesamtergebnis brachte die erfolgreiche Finanzsparte Hyundai einen Gewinnanstieg um gut zwölf Prozent auf 2,5 Billionen Won. Auf diesem Geschäftsfeld versorgt Hyundai seine Kunden und Händler mit Finanzierungen, Leasing und Versicherungen.

2025 erwartet Hyundai ein Plus von drei bis vier Prozent im Umsatz, nachdem der Erlös 2024 noch um knapp acht Prozent auf einen historischen Wert von 175,2 Billionen Won gestiegen war. Dabei sollen die weltweiten Autoverkäufe mit 4,17 Millionen Fahrzeugen nahezu stabil bleiben. Die operative Marge soll bei sieben bis acht Prozent herauskommen, 2024 hatte sie bei 8,1 Prozent gelegen.

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In den USA wird Käufern von Elektroautos aus heimischer Produktion nach den Vorgaben des Inflation Reduction Act aktuell noch ein Steuernachlass von 7500 Dollar gewährt. Dazu muss auch ein steigender Anteil der kritischen Ressourcen der Traktionsbatterie aus den USA oder einem Land stammen, das ein Freihandelsabkommen mit den USA hat. Die Regierung unter Präsident Trump möchte zwar ebenfalls protektionistisch agieren, gleichzeitig aber die Elektromobilität nicht mehr fördern.

(fpi)